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Teltow-Fläming Harte Zeiten für die Tafeln
Lokales Teltow-Fläming Harte Zeiten für die Tafeln
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00:34 18.03.2018
Die Tafel Königs Wusterhausen ist zur Zeit im Schulweg untergekommen. Ein langfristiger Standort wird gesucht. Quelle: Pawlowski
Dahmeland-Fläming

Es ist nicht einfach derzeit für die Tafeln in der Region. In Königs Wusterhausen sind die Monate von Januar bis März traditionell schwierig. Bei den rund 20 Supermärkten, die von den Helfern abgeklappert werden, fällt in dieser Zeit wesentlich weniger Essen für die Tafeln und damit für die Bedürftigen ab. Im Sommer entspannt sich die Situation wieder.

Woran das liegt, können auch die zuständigen Fachleute des Arbeitslosenverbandes Brandenburg (ALV) nicht genau sagen. Wahrscheinlich habe das höhere Spendenaufkommen im Sommer aber mit der Hitze und der schnelleren Verderblichkeit von Obst und Gemüse zu tun.

Bei vielen Tafeln ist die Verunsicherung groß

Bei vielen Tafeln scheint außerdem die Verunsicherung groß zu sein. Seit dem medialen Wirbel um die Essener Tafel und deren Entscheidung, vorübergehend keine Ausländer mehr zuzulassen, sind viele vorsichtig geworden. Die Verantwortlichen des ALV für die Tafeln in Jüterbog und Luckenwalde wollen auf Nachfrage deswegen über ihre Gesamtsituation im vergangenen Jahr keine Auskunft geben – und verweisen auf die Stellungnahme des Vereins Tafel Deutschland. Darin schreibt der Vorsitzende Jochen Brühl: „Wir helfen allen, die Hilfe benötigen – unabhängig von der Herkunft.“ Ausschlaggebend sei alleine die Bedürftigkeit.

In Königs Wusterhausen und der externen Ausgabestelle in Bestensee dagegen ist die Zahl der Asylbewerber, die das Angebot der Tafeln annehmen im vergangenen Jahr zurückgegangen. „Wir haben das ganz gut organisiert und sind damit gut gefahren“, sagt die zuständige Bereichsleiterin Gabriele Manthei.

In Königs Wusterhausen wird noch ein Standort gesucht

In Königs Wusterhausen wird aber vor allem noch immer eine neue Unterkunft für die karitative Einrichtung gesucht. „Das ist unsere größte Sorge“, sagt Manthei. Das alte Gebäude musste die Tafel zum 15. Dezember des vergangenen Jahres wegen baulicher Mängel und Sicherheitsbedenken räumen. Zur Zeit ist die Tafel im Backsteingebäude im Schulweg untergekommen, kann dort aber maximal ein Jahr bleiben. „Wir suchen weiter eine Lösung“, sagt Manthei. „Es ist aber noch kein Gebäude in Aussicht.“

Zu den Ausgabestellen kamen im vergangenen Jahr insgesamt ähnlich viele Bedürftige wie im Vorjahr. Auch der Stamm der Ehrenamtlichen, die das Essen ausgeben, ist seit Jahren gleich geblieben. Nur Kraftfahrer werden gesucht. Denn die Kisten mit Lebensmitteln müssen bei den Supermärkten in der Region abgeholt und in die Transporter verladen werden.

Von Ansgar Nehls

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