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Haus am Heidefeld besteht seit 20 Jahren

Großbeeren Haus am Heidefeld besteht seit 20 Jahren

Die DRK Wohnstätte „Haus am Heidefeld“ in Großbeeren gibt es nun seit 20 Jahren. In der Einrichtung leben Menschen mit Behinderung. Zu den Gratulanten zählten am Freitag der DRK-Kreisverbandsvorsitzende Harald-Albert Swik, der Großbeerener Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) und der Großbeerener SPD-Landtagsabgeordnete Helmut Barthel.

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Bewohner und Mitarbeiter gestalteten eine Modenschau.

Quelle: Krischan Orth

Großbeeren. Thomas sitzt im Rollstuhl, er ist 46 Jahre. Seit der Geburt ist er schwerst behindert. Seine Schwester Corinna schiebt ihn, es ist ein besonderer Tag. Denn ein besonderes Haus beging am Freitag ein rundes Jubiläum. Die DRK Wohnstätte „Haus am Heidefeld“ in Großbeeren wurde 20 Jahre alt. In der Einrichtung leben Menschen mit Behinderung. „Es wird sich hier gut um ihn gekümmert“, sagt Vater Wolfgang Nauen. Thomas wohnt seit der Eröffnung 1996 in der Einrichtung. Heute leben dort 24 Menschen mit Behinderung im Alter von 28 bis 67 Jahren. Sie sind in drei Gruppen aufgeteilt.

Einbindung ins Ortsgeschehen

400 Menschen waren vor dem Neubau in der Großeinrichtung am Saalower Berg untergebracht, die mittlerweile geschlossen ist. Das Haus in Großbeeren war zugleich die erste Einrichtung, die neu gebaut wurde um diese zu entlasten. Das Haus am Heidefeld schließt unmittelbar an die Wohnhäuser, und ist in inzwischen auch durch das erschlossene Wohngebiet am Heidefeld der Gemeinde ein Stück näher gekommen – und das nicht nur physisch. Für Einrichtungsleiterin Christiane Demmig zählt vor allen Dingen die Einbindung in das Ortsgeschehen. Die Bücherei kann beispielsweise kostenfrei besucht werden. Einziges Problem der Leitung ist es, qualifiziertes Personal zu finden. In Berlin wird besser gezahlt, viele Fachkräfte wandern so in die nahe Hauptstadt ab.

Zu den Gratulanten zählten am Freitag der DRK-Kreisverbandsvorsitzende Harald-Albert Swik, der Großbeerener Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) und der Großbeerener SPD-Landtagsabgeordnete Helmut Barthel.

„Die Menschen gehören zum Ortsbild“, sagt Bürgermeister Carl Ahlgrimm. „Hier wird Integration gelebt, unaufgeregt und erfolgreich.“ Helmut Barthel spendete 200 Euro für Ausflüge. Denn die Bewohner sind unterwegs. Sie bestreiten Tagesausflüge und einmal jährlich kurze Urlaubsfahrten. Zum Männer- und Frauentag geht es sogar zum Grillen in den Garten des Bürgermeisters.

Interne Tagesstruktur

Die Bewohner arbeiten in Wünsdorf und Ludwigsfelde in der Behindertenwerkstatt. Es gibt zudem eine interne Tagesstruktur. Dazu gehören Koch- oder Bastelkurse. „Die Fein-und Grobmotorik wird dabei gefördert“, erklärt Mitarbeiterin Barbara Riesner. Nicht zuletzt fördern die Tätigkeiten das Selbstbewusstsein. Die Einwohner nehmen auch an Tätigkeiten im Haushalt teil. „Sie sollen das Gefühl haben, hier zu wohnen“, sagt Riesner.

Seit der Eröffnung 1996 arbeitet sie im Haus am Heidefeld. Ihr ist besonders die Förderung von selbstbestimmten Handeln wichtig. Die Bewohner können zwischen den Aktivitäten wählen. Besonders dabei bemerke sie, wie viel Potenzial in ihnen steckt. „Ich will die Menschen so fördern, wie ich selbst behandelt werden möchte.“

Von Krischan Orth

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