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Teltow-Fläming Haus steht Kreuzung-Erweiterung im Weg
Lokales Teltow-Fläming Haus steht Kreuzung-Erweiterung im Weg
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02:15 15.04.2017
Das Gebäude der Firma BIT steht einer möglichen Verbreiterung der B96-Kreuzung in Rangsdorf im Weg. Quelle: Foto: Christian Zielke
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Rangsdorf

Mehr als drei Jahre diskutieren die kommunalen Gremien in Rangsdorf über die Erweiterung des Gewerbegebiets Am Spitzberg/ Theresenhof. Nachdem der Logistiker Fiege im Herbst 2015 überraschend das Aus für die Erweiterung seiner Fläche verkündet hatte, wird nun der Name Panattoni als Investor gehandelt.

Das amerikanische Unternehmen plant ein großes Logistikzentrum in Rangsdorf. Wegen der zu erwartenden Zunahme des Verkehrs, hat der Bauausschuss am Dienstag über die Erweiterung der Kreuzung B96/ Kienitzer Straße diskutiert – allerdings ohne konkretes Ergebnis. Matthias Gerloff (Grüne) regte eine Brücke für Radfahrer über die künftige Kreuzung als sichere und innovative Lösung an. In der SPD-Fraktion herrschte Uneinigkeit, wie man mit der Fläche zwischen Südring-Center und Autobahn umgehen solle. Ralph Brockhaus sprach sich gegen ein Gewerbegebiet dort aus. Sein Fraktionskollege Stephan Wilhelm kann sich immerhin „hochwertiges Gewerbe, das keinen Lärm und wenig Verkehr verursacht“ vorstellen.

CDU will weiteres Gewerbegebiet – SPD uneins

Einig war man sich, dass der Bürgermeister weiter mit den Investoren über die Inhalte eines städtebaulichen Vertrags verhandeln soll. Im Mai soll der Bauausschuss mehrere Varianten vorgelegt bekommen. Sie enthalten Vorschläge zum Verlauf des Radwegs nach Klein Kienitz, einem Kreisverkehr an der Zufahrt zum Südring-Center und zum weiteren Umgang mit der Fläche nördlich der Klein Kienitzer Straße. Die CDU möchte dort Gewerbe ansiedeln. Laut Tassilo Soltkahn gibt es bereits Interessenten, die dort eine Manufaktur errichten möchten. Der Unternehmer Manfred Cieslik, dem die Fläche gehört, habe signalisiert, dass er dort etwas entwickeln möchte. „Er möchte das im Einvernehmen mit der Gemeinde tun“, sagt Soltkahn.

Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) würde das Gebiet ebenfalls gern in den Bauplan für die gesamte Gewerbegebietserweiterung packen. „Es würde die Planung der Verkehrsflächen erleichtern“, sagt er. Diesen steht nicht nur eine rechtliche Hürde im Weg, sondern ein ganzes Haus. Das von Udo Vogel, der dort seine Projektgesellschaft BIT betreibt. In einem Schreiben an Panattoni hatte Vogel signalisiert, dass er nicht plane, den Parkplatz vor dem Haus zu verkaufen. Er würde aber in einen Tausch mit einer nördlich gelegenen Fläche für einen Neubau einwilligen.

Ärger über veröffentlichtes Schreiben

Dass das Schreiben in den öffentlichen Unterlagen der Sitzung im Internet zugänglich war und er nicht zur Sitzung eingeladen war, ärgert Vogel, denn er möchte nicht als Verhinderer dastehen. „Mir geht es um eine vernünftige Lösung für Rangsdorf und dazu gehört eine gute Verkehrsführung.“ Er sei an einer gütlichen Einigung mit Gemeinde und Investoren interessiert. Aus Vogels Sicht hat Rangsdorf ein entscheidendes Problem. „Die Gemeinde hat nicht das Geld, selbst zu planen. Sie ist von den Investoren getrieben. Eigentlich sollte die Gemeinde der Motor der Planungen sein und hinterher die Investoren finanziell daran beteiligen.“

Von Christian Zielke

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