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Heilsversprechen für den Radverkehr

Luckenwalde Heilsversprechen für den Radverkehr

Martin Heiland hat die neue Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen im Ausschuss für Regionalentwicklung und Bauplanung vorgestellt. Teltow-Fläming gehört zu den Gründungsmitgliedern der AG, die nach vielen Jahren Vorarbeit nun die Arbeit aufgenommen hat.

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Martin Heiland von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Brandenburg.

Quelle: Peter Degener

Luckenwalde. Auf die Frage, welche Mitglieder mit dem Fahrrad zum Ausschuss für Regionalentwicklung und Bauplanung in das Luckenwalder Kreishaus gekommen waren, verzichtete Martin Heiland ausnahmsweise. Der Geschäftsstellenleiter der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) des Landes Brandenburg weiß um die weiten Strecken, die man in Teltow-Fläming bewältigen muss. Heiland ist künftig in vielen Kreisstädten zu Gast, um sich und die AGFK vorzustellen. Erst vor wenigen Wochen hat er mit seinem Team die Arbeit in der Potsdamer Geschäftsstelle aufgenommen. Seinen ersten Antrittsbesuch machte er nun in Luckenwalde.

Hintergrund

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) des Landes Brandenburg geht auf einen Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2010 zurück.


Im Jahr 2015 kam es beim „4. Nationalen Radverkehrskongress“ in Potsdam zur Unterzeichnung der Gründungsurkunde durch 13 Gründungsmitglieder – darunter die Landkreise Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Potsdam-Mittelmark, aber auch einzelne Städte wie Luckenwalde und Treuenbrietzen. Der öffentliche Vertrag für die Arbeitsgemeinschaft wird derzeit von den Mitgliedern ratifiziert.

In diesem Frühjahr hat die Geschäftsstelle der AGFK in Potsdam ihre Arbeit aufgenommen.

Wichtigste Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft ist die Förderung des Radverkehrs durch Vernetzung kommunaler Aktivitäten, Synergieeffekte und Hilfestellung bei Gutachten und eine optimale Verteilung der Fördermittel von Bund und Land für Investitionen in den Radverkehr.

Ähnliche Arbeitsgemeinschaften gibt es bereits in Baden-Württemberg, Bayer, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Den Landkreis Teltow-Fläming konnte er trotz weiter Wege gleich zu Beginn seines Auftritts loben: „Sie sind ein Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft und damit deutlich besser aufgestellt, als viele andere Kommunen im Land“, sagte Heiland zur Begrüßung. Tatsächlich gehört nicht nur der Landkreis, sondern auch die Stadt Luckenwalde zu den 13 Gründungsmitgliedern der AG, die an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung angegliedert ist.

Nach dem Lob dämpfte er sogleich die mit der neuen AG verbundenden Hoffnungen der Ausschussmitglieder: „In den nächsten Tagen dürfen Sie noch nicht so viel von uns erwarten“, sagte Heiland. Immerhin hat es vom Landtagsbeschluss zur Gründung der AG fünf Jahre gedauert und ein weiteres Jahr, bis mit Martin Heiland ein Repräsentant dem Ganzen ein Gesicht gegeben hat. Sobald das Rad ins Rollen gekommen sei, soll die AGFK den Kreisen und Kommunen allerdings Zeit und Geld sparen. „Mit uns als Ansprechpartner können Sie das Thema Radverkehr in den Kommunen effizienter bearbeiten. Die einzelnen Mitglieder sollen vom Wissen und den Erfahrungen der anderen profitieren und das Rad nicht jedes Mal neu erfinden müssen“, kündigte Heiland an. „Wir wollen stattdessen dafür sorgen, dass es künftig leichter und besser rollt“, sagte er. Die Etablierung des Rads als gleichberechtigtes Verkehrsmittel neben öffentlichem und individuellem motorisierten Verkehr und die gemeinschaftliche Akquise von Fördermitteln werde seine Hauptaufgabe sein.

Eine Internetpräsenz hat die AGFK noch nicht. Auch Rad-Anbindungen nach Berlin seien „noch nicht auf der Tagesordnung“. Über die Mobilitätsstrategie 2030 des Landes Brandenburg wollte sich Martin Heiland auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Winand Jansen (SPD) ebenfalls mit keinem Wort äußern – „das soll erst in der AG besprochen werden“, sagte Heiland.

Von Peter Degener

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