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Teltow-Fläming Heimatverein besteht seit zehn Jahren
Lokales Teltow-Fläming Heimatverein besteht seit zehn Jahren
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18:05 16.08.2016
Die Mitglieder des Heimatvereins Klein Schulzendorf haben das jüngste Dorffest zum Anlass genommen, das zehnjährige Bestehen zu feiern. Quelle: Iris Krüger
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Klein Schulzendorf

Der Heimatverein Klein Schulzendorf feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Über die zahlreichen Projekte, die in dieser Zeit angestoßen und umgesetzt wurden, sprach die MAZ mit der Vereinsvorsitzenden Marion Schmidt.

Heimatvereinsvorsitzende Marion Schmidt Quelle: Hartmut F. Reck

Was gab damals den Anlass, den Heimatverein Klein Schulzendorf ins Leben zu rufen?

Marion Schmidt: Im Jahr 2005 bestand die Gefahr, dass unser traditionelles Dorffest ausfiel. Die Kameraden der Feuerwehr fühlten sich als Organisator allein gelassen. So fanden sich einige Dorfbewohner, um die Kameraden zu unterstützen, und halfen bei der Vorbereitung der Veranstaltung. Da es aber im Dorf noch mehr Aufgaben zu bewältigen gab als die Dorffeste, entschlossen wir uns, einen Verein zu gründen.

Welche Projekte wurden als erstes angegangen?


Schmidt: Zunächst wurde die Sanierung des Kinderspielplatzes neben der Feuerwehr in Angriff genommen. Die vorhandenen Spielgeräte stammten noch aus der Vorwendezeit. So wurde alles grundlegend aufgearbeitet und saniert. Jetzt gibt es zwei Klettertürme mit Rutsche, Hängebrücke und Rutschstange und einen Sandkasten. Das ganze wurde von der Stadt Trebbin gesponsert. Auch ein neues Kinderkarussell und ein Gartenhäuschen wurden gespendet.

Gab es weitere Schwerpunkte ihrer Arbeit?


Schmidt: Ja. Das zweite Projekt des Vereins sah die Errichtung eines Gemeinderaums für die öffentliche Nutzung vor. So fassten wir den alten Jugendklub, genannt „Die Baracke“ ins Auge. Gemeinsam mit der Stadt Trebbin schmiedeten wir Pläne für dessen Umbau. Wir wollten soviel wie möglich in Eigenleistung erbringen, da das Geld knapp war. Mit viel Arbeit sowie finanzieller Unterstützung konnte der Raum im April 2008 eingeweiht werden.

Wie wurde dieses Angebot von den Dorfbewohnern aufgenommen?

Schmidt: In der Gemeinde entwickelte sich der Raum tatsächlich zum Mittelpunkt der Aktivitäten. Denn neben dem Hauptsitz des Heimatvereins beherbergt er den Kinder- und Jugendklub. Hier treffen sich auch die Senioren zum Spiele-Nachmittag. Auch die Männertanzgruppe des Heimatvereins trainierte hier regelmäßig. Der Raum wird für Sitzungen des Ortsbeirates genutzt, dient als Wahlbüro und kann für private Feiern gemietet werden. Das Konzept ist voll aufgegangen, eine Begegnungsstätte für Jung und Alt zu schaffen.

Mit wem arbeitet der Heimatverein zusammen?


Schmidt: Das ist zum einen der Ortsbeirat, ebenso mit der Feuerwehr, dem Seniorenklub, dem Jugendklub, mit der Klein Schulzendorfer Kita und natürlich mit den Bürgern des Ortes. Starke Partner an unserer Seite sind außerdem die Stadt Trebbin sowie die Ortsansässigen Firmen und Unternehmen.

Welche Aktivitäten werden vom Heimatverein unterstützt?


Schmidt: Wir fördern die Arbeit der Feuerwehr, organisieren den Frühjahrs- und Herbstputz im Dorf und unterstützen den Jugendklub. Auch bei Fußballturnieren, Seniorenweihnachtsfeiern, Kinderfasching und Dorffesten sind wir mit dabei. Hinzu kommen einzelne Projekte, wie die Neugestaltung des Dorfplatzes oder die Instandhaltung des Spielplatzes.

Was ist ihr aktuelles Projekt?

Schmidt: Wir möchten auf dem Gelände am alten Löschpool einen Punkt für die Jugend im Ort schaffen, an dem sie sich in Ruhe treffen und auch ihre Freizeit verbringen können. Bisher dienten ihr der Kinderspielplatz oder die Bushaltestelle als Treffplatz, leider nicht zur Freude der Anwohner. Daher wird dieses Projekt von allen Vereinen im Ort unterstützt. Geplant sind überdachte Sitzgelegenheiten, eine Graffitiwand zum Besprühen und eventuell ein Volleyballfeld oder eine Kletterwand.

Wie sehen die Zukunftspläne der Vereinsmitglieder aus?

Schmidt: Wir wollen eine Sache in Angriff nehmen, die wir bisher nur wenig verfolgen konnten: Die Aufzeichnung und Erforschung unserer Dorfgeschichte. Dafür benötigen wir noch einen Raum, in dem wir gesammelte historische Gegenstände lagern beziehungsweise ausstellen könnten. Eine entsprechende Anfrage haben wir an die Stadt Trebbin gestellt.


Von Iris Krüger

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