Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Helfer bauen Bühne im Altarraum
Lokales Teltow-Fläming Helfer bauen Bühne im Altarraum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 16.08.2017
Die letzten Handgriffe: Am Sonnabend wurde auf der Bühne nur noch das Laminat verlegt. Quelle: Isabelle Richter
Anzeige
Jüterbog

Sägen, schrauben, hämmern hieß es am Sonnabend für die Bühnenbauer in der Jüterboger Nikolaikirche. Denn für die kommenden Mysterienspiele musste noch schnell eine gut einsehbare Spielfläche her. Bereits am 8. September soll dort die erste Aufführung mit rund 250 freien Zuschauerplätzen starten.

Knappes Budget, aber viele Helfer

Das Budget dafür ist zwar knapp. Macht aber nichts, denn hier wird im Notfall einfach selbst Hand angelegt. Neben den rund 50 Darstellern gibt es bei dem Großprojekt zusätzlich viele weitere Helfer, die engagiert im Hintergrund arbeiten. Friedmar Lohöfener ist einer von ihnen. Zusammen mit Pfarrer Bernhard Gutsche hat sich der Klavierbauer einen Plan für eine einfache und günstige Bühnenkonstruktion überlegt. „Wir wollten am Ende so bei 80 Zentimetern Höhe landen. Das Ganze sollte dann aber auch wieder gut abzubauen sein. Deswegen haben wir uns für die Paletten entschieden. Die sind gut stapelbar“, berichtet Friedmar Lohöfener. Insgesamt 400 gewöhnliche Europaletten haben die Helfer für den Bühnenbereich vor dem Altar verlegt. Dabei reichen die Schichten von zwei bis fünf übereinandergestapelten Paletten. Die Nikolaikirche ist nämlich nicht nur sehr verwinkelt, sondern auch sehr uneben. „Allein hier im Altarraum haben wir ein Gefälle von zehn Zentimetern“, erklärt der Klavierbauer. Das auszugleichen sei keine leichte Aufgabe.

Bernhard Gutsche (l.) und Friedmar Lohöfer beraten sich. Quelle: Isabelle Richter

Inzwischen hat das Team Bühnenbau die Probleme aber gelöst und eine ebene Fläche geschaffen. Am Sonnabend konnte deshalb sogar schon das Laminat darauf verlegt werden. Auch darüber hat man sich im Vorfeld Gedanken gemacht. Laminat sei günstig und einfach zu verlegen, meint Friedmar Lohöfener. Außerdem wäre eine Splittergefahr damit ausgeschlossen.

Entspannte Bastel-Atmosphäre in der Nikolaikirche

Pfarrer Bernhard Gutsche guckt sich die Handwerkskunst der anderen lieber von Weitem an. Er gibt zu, dass seine Talente eher woanders liegen. Zum Beispiel in der Organisation von Schrauben und Sägeblättern oder im Übersetzen von mittelalterlichen Texten ins Neudeutsche. Der Initiator der Mysterienspiele ist begeistert von der Schnelligkeit der Helfer und der dazu entspannten Atmosphäre. „Bist jetzt ist diese Baustelle fast ein Wohlfühlort. Ich glaube, es haben auch alle Spaß daran ein bisschen rumzubasteln“, sagt der Pfarrer.

Wie ein Catwalk in der Kirche. Quelle: Isabelle Richter

Bernhard Gutsche habe selbst aber auch noch eine Baustelle offen, berichtet er. Für die Requisite baut er gerade noch zwei Tierfiguren. Ansonsten muss so langsam alles sitzen für den großen Auftritt. Der Organisator des Stücks erinnert sich zurück an ein ganzes Jahr voller Proben und Herausforderungen. Die große Anzahl an Darstellern und die vielen Szenen Stück für Stück zu einem funktionierenden Theater zusammenzupuzzeln, war nicht immer ganz einfach.

Hoffen auf ein erfolgreiches Mysterienspiel

Das ganze Projekt wieder abzublasen kam für die Beteiligten jedoch nie infrage. „Wir wollten gemeinsam versuchen, mal so ein richtig großes Ding zu wuppen“, erklärt Bernhard Gutsche. Obwohl er selber zugibt: „Vor einem halben Jahr hätte ich noch nicht gewusst wie diese Bühne aussehen soll“, sieht es nach derzeitigem Stand sehr nach einer erfolgreichen Eröffnungsveranstaltung aus.

Von Isabelle Richter

Die CDU Großbeeren lud am Sonntagvormittag zur Gedenkveranstaltung „Gegen das Vergessen“ nach Heinersdorf. Mit einer Kranzniederlegung wurde der Opfer des SED-Unrechtsregimes gedacht.

16.08.2017

Ein BMW war am Freitagabend zu schnell in der Auffahrt zur B101 in Großbeeren unterwegs. Das Auto brach aus der Kurve aus und überschlug sich. Die Insassen wurden nur leicht verletzt. Ein weiterer Unfall ereignete sich etwas später in Blankenfelde-Mahlow.

13.08.2017

Vor 45 Jahren stürzte eine Interflug-Maschine von Schönefeld auf dem Weg ans Schwarze Meer über dem Stadtgebiet von Königs Wusterhausen ab. Das Unglück gilt als eines der größten Flugzeugabstürze auf deutschem Boden. 156 Menschen starben. Ein Augenzeuge und ein Ersthelfer erinnern sich.

16.08.2017
Anzeige