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Teltow-Fläming Heraldiker gibt Einblick in Wappenkunde
Lokales Teltow-Fläming Heraldiker gibt Einblick in Wappenkunde
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03:00 26.03.2017
Uwe Reipert ist Heraldiker Quelle: . Foto: cz
Blankenfelde-Mahlow

Ein zugekniffenes Auge ist ein gutes Indiz für ein vernünftiges Wappen. Wenn man im Fast-Dunkeln Formen und Farben erkennt, hat der Heraldiker gute Arbeit gemacht. Uwe Reipert ist Heraldiker. Er soll ein Wappen für Blankenfelde-Mahlow entwickeln.

Kein einfaches Unterfangen, war doch der erste Versuch vor mehr als zehn Jahren gescheitert (siehe Kasten). Damit diesmal alles klappt, gab Uwe Reipert am Mittwoch im Ausschuss für Soziales und Kultur eine Einführung in die Wappenkunde. Ein neues Gemeindewappen sollte vor allem eindeutig sein, klar in Farben und Formen und nicht mit Motiven überladen. Drei Motive und vier Farben sind die Obergrenze. „Ein Wappen ist kein Bild“, sagt Uwe Reipert. Vielmehr handle es sich bei der Heraldik um eine eigene Kunst, die stilisiert, abstrahiert und symbolisiert. Ein Wappen sollte dennoch originell und unverwechselbar für den Ort stehen, der es künftig im Siegel führt. Symbolische Übertreibungen sind ausdrücklich erlaubt.

Besonderheiten sollen das Wappen prägen

Gar nicht so einfach in einer Gemeinde, die vor 14 Jahren auf politischen Druck von Oben zusammengesetzt wurde und die nur wenige charakteristische Bauwerke oder Naturbesonderheiten hat und die von außen als politisch zerstritten wahrgenommen wird. Dennoch soll eine Arbeitsgruppe aus Ortschronisten und Hobbyhistorikern dem Heraldiker eben jene Informationen zutragen, die er braucht. Silvio Fischer, Historiker und Leiter des Museums des Teltow und der Heimatforscher Stefan Rothen aus Rangsdorf, sind bereit, bei dieser schwierigen Aufgabe zu helfen.

Uwe Reipert erklärte auch, welche anderen Motive in Frage kommen. Möglicherweise gibt die Geschichte Blankenfelde-Mahlows etwas für ein Wappen her. Auch alte Herrschaftsdynastien können Anhaltspunkte liefern. „Die Kirchengeschichte ist immer interessant. Dort kann man viele Informationen finden“, sagte Reipert.

Womit haben die Menschen in der Region früher ihr Geld verdient? Welche Produkte wurden hergestellt? Auf welchen Verkehrswegen wurden diese transportiert? Welche regionalen Bräuche gibt es? Auch solche Fragen, so der Heraldiker, gehören dazu, wenn man sich Gedanken über ein Wappen macht. Manchmal liefert auch der Name der Gemeinde die Idee, demonstrierte er am Beispiel des Ortes Vogelsang (Oder-Spree), dessen Wappen zwei singende Vögel zieren.

Heraldiker will drei Vorschläge liefern

Zunächst ist die Arbeitsgruppe am Zug. Mit den von ihr gesammelten Informationen will Uwe Reipert drei Vorschläge entwickeln, die alle den heraldischen Vorschriften entsprechen. Die Gemeindevertretung muss dann den besten Vorschlag auswählen.

Die Kunst der Heraldik geht auf das Mittelalter zurück. Ritter trugen ihre Heereszeichen auf ihren Schilden. Herolde, die damaligen Boten, haben den Berufsstand der Heraldik begründet. Wappen und Waffen – das klingt nicht nur ähnlich, es hat auch denselben Ursprung. Früher hatten vor allem Herrschaftshäuser und Adlige ihre eigenen Wappen. Seit dem Mittelalter haben immer mehr Städte ihre eigenen Wappen entwickelt. Uwe Reipert bezeichnet Wappen als eine frühe Form des „Corporate Design“, also des einheitlichen Erscheinungsbilds.

Von Christian Zielke

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