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Teltow-Fläming Hexen tanzen bis in die Nacht hinein
Lokales Teltow-Fläming Hexen tanzen bis in die Nacht hinein
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11:40 02.05.2016
Sympathische Hexen: Rosi Marschall (l.) und Evy Tiefert. Quelle: Stephan Laude
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Thyrow

Rosi Marschall freut sich über die Sonne: „Zum Hexenfest gab es immer schönes Wetter.“ Die 62-Jährige muss es wissen. Sie gehört zu den Oberhexen von Thyrow und war schon beim ersten Fest vor 22 Jahren mit dabei. Rosi Marschall hatte damals von ihrer Schwester, die in einem Kindergarten in Wernigerode arbeitete, vom Hexenfest im Harz gehört und regte an, in der Walpurgisnacht auch in Thyrow ein ähnliches Fest zu veranstalten.

Der Sportverein organisierte das diesjährige Hexenfest. Auch an diesem 30.  April war alles selbst gemacht. Den Kuchen hatten die Frauen der Gymnastikgruppe von Rot Weiß gebacken. Am Nachmittag wurde das Musical „Hexenpower“ aufgeführt. Wegen des großen Erfolgs wurde für den Abend noch eine zweite Aufführung angesetzt. 14 Tage war geprobt wurden und die Althexen versicherten glaubhaft, dass sie sich, wenn eine Probe vorbei war, immer schon auf die nächste freuten. Die Althexen haben auch die Kostüme genäht, die viele junge und ältere Besucherinnen des Festes trugen. Auf der Wiese am Gemeindezentrum war ein Familienflohmarkt aufgebaut worden.

Die Erlöse des Festes kommen dem fünfjährigen Matteo zugute. Während sein Zwillingsbruder kerngesund ist, hat Matteo eine Koordinationsstörung. Wie seine Eltern berichten, gibt es in einer speziellen Rehaklinik in der Slowakei Aussicht auf Hilfe. Die koste aber 5000 Euro und die Krankenkasse zahle die Summe nicht komplett, sondern nur einen Zuschuss. Auch die 670-Jahr-Feier von Thyrow und das Sportfest sollen durch die Erlöse mitfinanziert werden. Im vergangenen Jahr war unter anderem das Antigewalt-Projekt „Effekt Miteinander“ finanziell unterstützt worden.

Natürlich loderte zum Hexenfest auch ein Hexenfeuer. Und der DJ musste dem Anlass entsprechend immer Musik bereithalten, die an anderen Abenden kaum gefragt ist, beispielsweise die „Moorhexe“, die, wie berichtet wurde, in Thyrow schon in der Kita gesungen wird. „Heute ist Walpurgisnacht, darum wird getanzet und gelacht“, ist auch so ein Gassenhauer. Viel Spaß also beim Hexentanz in den Mai.

Rosi Marschall erzählte noch, dass es früher, als das Fest noch auf dem Gemeindeplatz stattfand, auch schon mal bis morgens um vier ging. Zweimal kam die Polizei. „Um eins sollte Schluss sein. Aber die Beamten waren ganz freundlich. Sie hätten am liebsten mitgemacht“, erinnerte sich Rosi Marschall.

Von Stephan Laude

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