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Elma heißt der neue, elektronische Mitarbeiter, der seit wenigen Wochen vor dem Dahmer Rathaus steht und Touristen zu jeder Tages- und Nachtzeit den richtigen Weg zeigt. Die Anregung dazu stammt aus der Sabinchenstadt Treuenbrietzen

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Vor dem historischen Rathausgemäuer wirkt das moderne Design der elektronischen Info-Tafel nicht störend.

Quelle: Foto: Uwe Klemens

Dahme. Wer am Wochenende oder zur Abendzeit in Dahme strandet und, rein topographisch gesehen, plötzlich nicht mehr weiter weiß, kann sich seit kurzem vertrauensvoll an Elma wenden. Direkt unter dem großen „I“ der Tourismusinformation trotzt Elma jedem Wetter und hilft sogar in den Nachtstunden, noch dazu umsonst, Hilfesuchenden weiter.

Elmas richtiger Name lautet „Elektronischer Mitarbeiter“ – eine per Touchscreen bedienbare Informationstafel, die mit der Webseite der Stadt verknüpft ist und deshalb nicht nur über aktuelle Veranstaltungen in der Region Bescheid weiß. Auch Auskünfte über Vereine, Öffnungszeiten touristischer Einrichtungen, wie zum Beispiel das Heimatmuseum oder die Freibäder in Dahme und Wahlsdorf, sind abrufbar.

Infos auch über die Verwaltung und politischen Gremien

Anschriften von Pensionen, Hotels und Gasthäusern verraten hungrigen und müden Ausflüglern, wo sie sich eine Pause gönnen können. Wanderkarten geben Auskunft, welche Ziele man am nächsten Tag ansteuern könnte und wie man ans Ziel gelangt. Darüber hinaus findet man Angaben über die Verwaltungsstruktur des Amtes und die richtigen Ansprechpartner, Porträts der vier Mitgliedskommunen und den Sitzungskalender sämtlicher politischer Gremien.

Die Idee, eine solche Info-Tafel vor das Rathaus zu stellen, haben sich Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos) und Bauamtsleiterin Christina Denkel in Treuenbrietzen abgeschaut, wo seit vergangenem Jahr eine solche Tafel steht. Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (parteilos) ist voll des Lobes, wie gut die Tafel angenommen wird. In seiner Funktion als Chef der Brandenburger Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ empfahl er den übrigen 30 Mitgliedskommunen die Anschaffung, die mit 20 350 Euro zwar nicht ganz preiswert ist, im Rahmen der Städtebauförderung aber in Dahme zu 80 Prozent gefördert wurde. Dass die 4000 Euro Eigenmittel gut angelegtes Geld sind, da ist sich auch Dahmes Amtsdirektor Frank Pätzig sicher, dessen Verwaltung nun als erste die Idee aus der Sabinchenstadt aufgriff.

Name soll jeden ansprechen

Bei der Namensfindung zeigten sich die Rathausmitarbeiter erfinderisch und kreierten aus der Abkürzung den Namen, der sich auf der Rückseite der Tafel befindet. „Der Name Elma ist auf jeden Fall persönlich und ansprechend, außerdem geschlechtsneutral, so dass sich jeder angesprochen fühlen kann“, sagt Bauamtsmitarbeiterin Kathleen Schmidt.

Die ersten Wochen haben bereits gezeigt, dass die Tafel auch in Dahme rege genutzt wird, selbst dann, wenn die Tourismusinformation besetzt ist. Einziges Manko der ansonsten leicht beherrschbaren Displays ist, dass Rollstuhlfahrer und kleine Menschen obere Buttons kaum erreichen können. Auch die Einbindung der aktuellen Busfahrpläne könnte sich Kathleen Schmidt gut vorstellen. Für weitere Ideen ist man im Rathaus immer offen.

Von Uwe Klemens

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