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Hilfe, dringend Feuerwehrleute gesucht!

Wegen Verstoß gegen Arbeitszeiten Hilfe, dringend Feuerwehrleute gesucht!

Die Brandschützer in Luckenwalde haben derzeit 56-Stunden-Wochen, in denen sie bereit stehen, um Leben zu retten. Doch das ist jetzt hinfällig. Nach einer neuen Verordnung dürfen es bald nur noch 48 Stunden sein. Das stellt die Floriansjünger vor ein großes Problem, denn es mangelt an Kräften. Die Stadt sucht nun nach neuen Feuerwehrleuten. Das ist aber nicht leicht.

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Die Feuerwehr braucht mehr Personal.

Quelle: dpa

Luckenwalde. Die Stadt Luckenwalde muss zwei zusätzliche hauptamtliche Feuerwehrleute einstellen. Das teilte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) dem Ausschus für Gesundheit und Soziales bei dessen jüngster Sitzung mit. Warum diese personelle Aufstockung notwendig ist, erläuterte Stefan Noack vom Personalamt. Die EU und die neue brandenburgische Arbeitszeitverordnung wollen es so: Es darf nicht mehr als 48 Stunden in einer Woche gearbeitet werden.

Luckenwalde hat zwar keine Berufsfeuerwehr, dafür aber eine freiwillige Feuerwehr mit bisher 17  hauptamtlichen Kräften. Deren Schichtsystem basierte bisher auf einer 56-Stunden-Arbeitswoche. Die Überstunden konnten später abgefeiert werden. Dieses Schichtsystem soll nun bei den Hauptamtlichen zum 1. Januar 2016 umgestellt werden. Da sie ab dann aber nur 48 Stunden pro Woche arbeiten dürfen, müssen zwei neue Stellen besetzt werden.

Sicherheit erhöht

„Das hat den Vorteil, dass dann die Tagesalarmsicherheit erhöht wird“, sagte am Freitag Stadtwehrführer Jens Reichwehr gegenüber der MAZ. So werden tagsüber von 7 bis 19 Uhr immer sechs Hauptamtliche präsent sein , somit ist die Feuerwehr in Staffelstärke einsatzbereit. In den Nachtstunden und an Feiertagen soll ein selbstständiger Trupp von drei Personen vorgehalten werden. „In dieser Zeit stehen auch mehr Freiwillige zur Verfügung“, sagte Stefan Noack dem Ausschuss.

Das kostet ein Feuerwehrmann

Pro neuem Feuerwehrmann betragen die Kosten im ersten Jahr etwa 33 300 Euro. Einschließlich der Kosten für Ausbildung und Wachenpraktika sind es rund 41 900 Euro. Im zweiten Jahr sind dies knapp 37 500 beziehungsweise gut 46 000 Euro. Dafür spare man pro Hauptamtlichem durch den Wegfall von Zuschlägen wegen des neuen Schichtmodells etwa 300 Euro im Jahr, rechnete Noack vor. Das sei zwar nur eine geringfügige Kompensation der zusätzlichen Personalausgaben, aber diese seien schon im Haushalt berücksichtigt.

Künftig sollen die Feuerwehrleute nur noch als Tarifbeschäftigte angestellt und nicht mehr verbeamtet werden. Derzeit sind im Löschzug Luckenwalde von den 17 Hauptamtlichen noch acht Beamte. Hinzu kommen 34 Ehrenamtliche.

Es wird schwer die Stellen zu besetzen

Die neuen Stellen werden ausgeschrieben. „Es ist aber schwierig, Leute zu bekommen“, „weil überall eingestellt wird“, sagte Noack. So suche zum Beispiel Potsdam 20 und Brandenburg/Havel sechs neue hauptamtliche Feuerwehrleute. „Wir sind bestrebt“, so Feuerwehrchef Reichwehr, „auch Leute aus dem ehrenamtlichen Bereich einzustellen.“ Voraussetzung seien ein erlernter handwerklicher Beruf und eine gesundheitliche Eignung.

Von Hartmut F. Reck

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