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Hilfe für Sterbebegleiter

Dahme Hilfe für Sterbebegleiter

Die ASB Stiftung fördert ein Palliativ-Projekt in Dahme mit 16 000 Euro. Ein kleiner roter Flitzer mit Aufschrift sorgt nun für eine bessere Mobilität im Alltag des Hilfeteams.

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Christine Theiss (2. v. l.) übergab den symbolischen Scheck an die Mitarbeiter der „Palliativ Care“ in Dahme.

Quelle: Isabelle Richter

Dahme. „Vor gut einem Jahr haben wir uns auf den Weg gemacht, uns mit dem Thema ,Palliativ’ auseinanderzusetzen“, erklärte Gritt Hammer am Dienstagvormittag im Mehrgenerationspark der Victoria-Stiftung in Dahme.

Die stellvertretende Geschäftsführerin vom Arbeitersamariterbund (ASB) Luckau/Dahme gab den Besuchern dort die Möglichkeit bei Führungen durch den Park und Gesprächen mit den Mitarbeitern der „Palliativ Care“ mehr über das Projekt „Ambulanter Palliativdienst“ zu erfahren.

Ein Kleinwagen soll die Wege künftig erleichtern

Seit März dieses Jahres ist die Betreuung von Menschen mit fortschreitender, unheilbarer Erkrankung ein aktiver Arbeitsbereich des ASB Ortsverbands Luckau/Dahme. Gritt Hammer sagt, die Arbeit ihres Teams stelle „eine Aktivität im begrenzten Raum dar, die immer mit dem Tod endet“. Dieser besondere Einsatz habe Respekt und Unterstützung verdient.

Als Ausdruck der Anerkennung überreichte die ASB Stiftung deshalb einen symbolischen Scheck in Höhe von 16 000 Euro an die Verantwortlichen. Das Geld war bereits angelegt worden in einen Kleinwagen, der ebenfalls präsentiert wurde. Er soll in Zukunft für eine bessere Mobilität des „Palliativ Care“ Teams sorgen.

Die Stiftungsvorsitzende kennt den Kontakt zu Todkranken

Den Schlüssel dazu gab es von Christine Theiss. Die Vorsitzende der ASB Stiftung, die als Profi-Kickboxerin Bekanntheit errungen hat, erinnerte sich an ihre Kindheit als Tochter von zwei Ärzten.

„Ich habe meine Mutter von klein auf zu ihren Hausbesuchen begleitet – auch zu sterbenden Patienten“, berichtete die 37-Jährige. Sie könne daher auch die Ängste und Sorgen der Angehörigen sehr gut verstehen.

Ein letztes Mal auf die Reise zum Lieblingsort

Dass eine so schwere Diagnose am Ende für alle Beteiligten jedoch nicht gänzlich in starker Trauer enden muss, zeigte am Dienstag der „Wünschewagen“.

Dieser bringt seit rund einem Jahr sterbenskranke Patienten aus Brandenburg an ihren letzten Wunschort wie Ostsee oder Tierpark und schenkt damit auch den Angehörigen nach langer Zeit wieder ein Lächeln.

Das von Ehrenamtlern getragene und aus Spenden finanzierte Projekt möchte im Jahr bis zu 50 Menschen ihren letzten Wunsch erfüllen. Derzeit nimmt es am Förder-Wettbewerb „Gemeinsam für Potsdam“ teil.

www.gemeinsam-fuer-potsdam.de

Von Isabelle Richter

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