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Teltow-Fläming Hilfe für ehemalige Labortiere
Lokales Teltow-Fläming Hilfe für ehemalige Labortiere
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00:17 29.12.2017
Nicholas Bequet wird von einigen der geretteten Hunde auf der Wiese stürmisch begrüßt. Quelle: Gudrun Ott
Sperenberg

Wieder ist die Spendenbox an der Leergutrückgabestelle bei Rewe in Sperenberg gut gefüllt. „Unsere Kunden zeigen sich großzügig“, sagt Filialleiter Tim Hoffmann und freut sich mit Beate und Nicholas Bequet vom gemeinnützigen Verein „Tieroase am Regenbogen“ Von der Idee, die Kunden zu bitten, ihren Leergutbon für den guten Zweck zu spenden, ist das gesamte Team der Rewe Sperenberg begeistert.

Nicholas und Beate Bequet vom Verein „Tieroase am Regenbogen.“ und der Leiter der Rewe-Filiale Tim Hoffmann (r.). Quelle: Gudrun Ott

Zu den Kunden, die auf diese Weise den Verein gerne unterstützen, gehört Klaus Janus. Der Sperenberger Hundebesitzer weiß, Tieren in Not muss man helfen. Tierversuchen steht er ablehnend gegenüber. „Wir Menschen haben nicht das Recht, unseren Mitgeschöpfen Leid zuzufügen“, sagt auch Filialleiter Hoffmann, der geschockt war, als er vom Ehepaar Bequet Einzelheiten über die Qual von Versuchstieren erfuhr. Schweine, Schafe, Hunde, Katzen, Tauben, Hühner, Ziegen, es gibt keine Tierart, die nicht von Pharma- und Kosmetikkonzernen für Versuche benutzt wird. Beagle beispielsweise werden wegen ihre Freundlichkeit und dem großen Vertrauen, das sie den Menschen entgegenbringen, eigens für Labortests gezüchtet. Wie viele Tiere in tierexperimentellen Einrichtungen zu Tode gequält werden, ist ebenso geheim wie die Höhe an Forschungs- und Steuergeldern, die dafür zur Verfügung gestellt wird. „Dabei sind Tierversuche völlig unnötig und moralisch nicht vertretbar und manche Tierversuche, die vor Jahren noch als unverzichtbar galten, sind inzwischen längst Geschichte“, so Beate Bequet.

Seit zehn Jahren Retter von Labortieren

Die frühere Berlinerin und ihr Ehemann sind vor 17 Jahren aufs Land gezogen mit der Absicht, einen Gnadenhof zu gründen. Dazu Nicholas Bequet: „Wir wollten den geschundenen Kreaturen mit Menschlichkeit begegnen, ihnen wenigstens für den Rest des Lebens ein paar würdevolle Jahre schenken.“ Auch wenn es nur wenige Tiere sind, die aus Laboren freigegeben werden, der vor zehn Jahren von dem Ehepaar Bequet gegründete Verein „Tieroase am Regenbogen“ nimmt sie auf oder hilft, dass sie ein neues Zuhause finden.

Verein benötigt Spenden und Patenschaften

Gerade sind Ute, Lotta, Maya, Clara, Vroni und Erna, sechs junge Kühe, aus einem Labor freigelassen worden. Beate Bequet konnte die Tiere zwischenzeitlich unterbringen, aber sie brauchen nun eine feste Pflegestelle mit ausreichend Platz, einer Wiese und einem Stall. Ideal wäre es, wenn die Tiere, die einander kennen, zusammenbleiben dürften, aber sie könnten auch zu zweit oder zu dritt in ein neues Zuhause umziehen. Dringend benötigt werden Patenschaften oder Spenden, damit die monatlichen Kosten von über 400 Euro für die Pflegestelle gedeckt werden können.

Das Ehepaar Bequet versorgt auf seinem 15 000 Quadratmeter großen Gnadenhof aus eigenen Mitteln immer wieder Hospiztiere, die hier ihren Lebensabend verbringen. Derzeit sind es elf Hunde, fünf Minischweine und sechs Katzen.

Von Gudrun Ott

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