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Teltow-Fläming Hilfe nach der Anerkennung
Lokales Teltow-Fläming Hilfe nach der Anerkennung
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00:17 14.02.2016
Beratung haben gerade anerkannte Asylbewerber dringend nötig. Quelle: dpa
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Luckenwalde

Wer als Flüchtling anerkannt wird und ein Aufenthaltsrecht bekommt, steht plötzlich ziemlich allein da. „Derjenige geht uns eigentlich nichts mehr an“, stellte Guido Kohl vom Sozialamt der Kreisverwaltung Teltow-Fläming bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses fest, „er muss sich dann um alles selbst kümmern.“

Das heißt: Es gibt keinen Betreuungsanspruch mehr, obwohl gerade dann höchster Beratungsbedarf besteht. Schließlich geht es darum, Wohnung und Arbeit zu finden, was alles bei den Sprachbarrieren nicht nur nicht einfach, sondern fast unmöglich ist.

Darum hat die Kreisverwaltung Teltow-Fläming Ende vergangenen Jahres ein Interessenbekundungsverfahren eingeleitet für die Trägerschaft einer Mobilen Flüchtlingsberatung (MFB) im Landkreis. Daraufhin meldeten sich zwei interessierte Träger, von denen das Diakonische Werk Teltow-Fläming mit Sitz in Jüterbog den Zuschlag erhielt. Basierend auf der sehr umfangreichen Leistungsbeschreibung des Kreises habe die Diakonie eine sehr dezidierte Konzeption vorgelegt, so Kohl gegenüber MAZ.

Kontakte

Die Mobile Flüchtlingsberatung Teltow-Fläming ist erreichbar per E-Mail an mfb@dw-tf.de und unter  0 33 72/44 17 10.

Orientierung in der Flüchtlingshilfe und -beratung auch für ehrenamtliche Helfer gibt der Sozialatlas Teltow-Fläming. Die Homepage www.sozialatlas-tf.de wird gerade aufgebaut.

Derzeit wird an der endgültigen Ausgestaltung des Leistungsspektrums gearbeitet. So sei man noch in Personalgesprächen, teilte Holger Lehmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks TF auf MAZ-Nachfrage mit. So sollen vier Mitarbeiter eingestellt werden, die fachbezogen ausgesucht werden für die Bereiche Wohnungssuche und Betreuung in den Wohnungen, Unterstützung bei vielfältigen gesundheitlichen Problemlagen, Hilfestellung in Behördenangelegenheiten einschließlich Jobcenter und in der Sprachmittlung. „In den nächsten sieben Tagen werden wir alle Kommunen benachrichtigen, kündigt Lehmann an.

Das Diakonische Werk könne in Deutsch, Englisch, Arabisch und Russisch beraten. „Wir haben seit drei Monaten einen syrischen Mitarbeiter, der neben deutsch, englisch und arabisch auch noch kurdisch und türkisch spricht“, sagt Lehmann stolz. Eng arbeitet man im Bereich Arbeitsförderung mit dem Projekt „Brandenburg – Deine Chance“ zusammen. In Ludwigsfelde organisiert die MFB derzeit ein Dolmetscherdienst für das Krankenhaus. Dieser soll auch bei schwierigen Lagen in Schulen und Kitas eingesetzt werden.

Die MFB versteht sich zudem als Beratungsstelle für Einheimische, beispielsweise für Vermieter. „Diese können sich gern an uns wenden“, sagt Lehmann, „wir wollen ihnen die Angst davor nehmen, dass es mit Flüchtlingen nur Probleme gibt.“ Standorte der MFB werden in Jüterbog, Luckenwalde, Ludwigsfelde und voraussichtlich in Zossen sein. „Mobil“ nennt sich die Flüchtlingsberatung, weil man auch dorthin fährt, wo Beratung gebraucht wird. Immerhin ist der Kreis so groß wie das Betätigungsfeld der Mobilen Flüchtlingsberatung.

Von Hartmut F. Reck

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