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Teltow-Fläming Hinaus zum Schnee-Schippen
Lokales Teltow-Fläming Hinaus zum Schnee-Schippen
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00:24 09.01.2016
In Kolzenburg kamen die Anwohner am Dienstag ihrer Pflicht nach und schoben Schnee. Dabei helfen sich die Nachbarn gegenseitig. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Winterdiensteinsätze mussten die Mitarbeiter des Luckenwalder Bauhofes in dieser Saison schon mehrmals schieben, echten Schnee aber zum ersten Mal am Dienstagmorgen. Während sie bisher vor allem wegen überfrierender Nässe ausgerückt waren, hieß es am Dienstag, bei Temperaturen bis minus zehn Grad und Flockenwirbel die Fahrbahnen zu räumen. Der Schneefall hatte am späten Montagabend eingesetzt.

Beim Luckenwalder Bauhof wird Streugut verladen. Quelle: Margrit Hahn

„Die ersten beiden Kollegen sind bereits um 3.30 Uhr ausgerückt, die restlichen um 4 Uhr“, berichtete der Leiter des Bauhofes, Frank Dunker. Insgesamt waren 14 Winterdienstler auf Achse, unter ihnen vier Frauen. Zu den ausrückenden Fahrzeugen aus dem Fuhrpark gehörten zwei Lkw, zwei Multicars, zwei sogenannte Kommunal-Traktoren, vier Transporter sowie das Einsatzfahrzeug des Leiters.

Das Stadtgebiet ist in zwei Dringlichkeitsstufen eingeteilt. „Zur Stufe 1 gehören alle verkehrsbedeutenden und gefährlichen Stellen“, erklärt Dunker. Priorität haben also alle Hauptstraßen, die Bereiche am Krankenhaus, am Bahnhof sowie Gefällestrecken wie zum Beispiel der Frankenfelder Berg. „Wir setzen ein Salz-Sand-Gemisch sowie Blähton ein“, sagt Dunker, „diese Minusgrade bringen uns noch nicht in Bedrängnis.“

Uwe Fritsche, Hausmeister der Luckenwalder Kita „Sunshine“ hat einen kleinen Traktor mit Schiebeschild. Quelle: Margrit Hahn

Je nach Schneefall und Glätte müssen Straßen der Dringlichkeitsstufe 1 nach vier Stunden erneut abgestumpft werden. „Wir schauen dann natürlich auch nach rechts und links. Weniger dringliche Straßen, die auf dem Weg liegen, werden nicht einfach ausgelassen“, sagt Dunker. Außerdem verweist er darauf, dass die Stadt beim Winterdienst inzwischen von vier privaten Unternehmen unterstützt wird. Sie kümmern sich unter anderem um die Ortsteile Kolzenburg und Frankenfelde, um Bushaltestellen und Behindertenparkplätze.

Morgens zwischen 8 und 9 Uhr war der erste Einsatz beendet, die Mitarbeiter durften erst mal nach Hause. Doch am frühen Nachmittag und nach neuerlichem Schneefall startete die nächste Schicht. In aller Regel ist gegen 20 Uhr dann erst mal Feierabend.

Das Bauhof-Lager ist gut gefüllt. Quelle: Margrit Hahn

Um die Streu-Vorräte müssen sich Dunker und seine Mitarbeiter keine Sorgen machen. „Die Lager sind voll“, versichert der Bauhof-Chef, „ wir haben ja im vergangenen Winter kaum etwas verbraucht.“ So lagern mindestens noch 70 Tonnen Streusalz und 650 Tonnen Salz-Sand-Gemisch in den Vorratskammern des städtischen Bauhofes. Für die nächsten Tage sagen die Meteorologen nochmals Minusgrade, leichten Schneefall und Blitzeis voraus.

„Wir hatten durch den Schneefall nur wenige Beeinträchtigungen“, berichtet Volker Fleischer, Geschäftsführer bei der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming. Es gab kaum Verspätungen, „allerdings kann ich nicht garantieren, dass dies so bleibt, wenn es in den kommenden Tagen weiter schneit. Bei Blitzeis bleiben die Busse stehen.“ In so einem Fall würde man mit den Fahrern in Funkkontakt treten, um die Lage zu besprechen.

In der Rettungsstelle des Luckenwalder DRK-Krankenhauses ging es gestern trotz der widrigen Witterungsverhältnisse nicht anders zu als sonst. „Erfahrungsgemäß kommt das aber noch, wenn die Glätte ein paar Tage anhält“, sagte Pflegedienstleister Göran Knösch aus Erfahrung. In den vergangenen Jahren wurden bei Schnee und Blitzeis weitaus mehr Brüche und Prellungen behandelt.

Von Elinor Wenke

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