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Teltow-Fläming Historischer Fund in Newtopia
Lokales Teltow-Fläming Historischer Fund in Newtopia
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14:00 10.07.2015
Die Newtopia-Pioniere mit ihrem Fund: den Abspannseilen des alten Senders Zeesen. Mittendrin ist Rainer Suckow (3.v.l) Quelle: Katrin Asmuß
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Zeesen

Wer im Fernsehen einen geschichtlichen Dokumentarfilm sucht, der schaltet sicherlich nicht werktags um 19 Uhr „Newtopia“ ein. Doch die Pioniere sorgten für eine Überraschung. Sie übergaben Rainer Suckow vom Sender- und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen einige historische Isoliereier und Abspannseile. Diese neuen Exponate für das Museum wurden auf dem Newtopia-Gelände in Zeesen gefunden. Die Produktionsfirma hatte bei der Vorbereitung der Sendung diese Gegenstände im Wald entdeckt und sie als Requisite auf dem für die Sendung vorgesehenen Areal platziert.

Außergewöhnlicher Fund auf altem Areal

Zunächst war natürlich den Bewohnern beim Fund dieser Gegenstände nicht klar, auf welche Schätze sie während ihrer Aufräumarbeiten auf dem ehemaligen Gelände des Senders Zeesen gestoßen waren. Und so musste Rainer Suckow, der sich als Bürger von Königs Wusterhausen und Kenner dieses historischen Geländes ab und zu die Sendung ansieht, sicherheitshalber zwei Mal hinschauen, um zu glauben, was er da sah: Die Pioniere hielten eiförmige Gebilde in der Hand, die sie anmalten und zu Ostern verkauften – jene Isoliereier, die man auch Abspannisolatoren nennt. In diesem Falle allerdings handelt es sich eindeutig um historische Isolier-Eier. Er sandte sofort eine E-Mail an die Produktionsfirma, doch zunächst gab es keine Reaktion.

Eine Weile später entdeckte Suckow eines der Abspannseile für Antennen, mit dem die Pioniere gerade hantierten. „Wir dachten, dass von der Außenstelle Zeesen nichts derartiges mehr übrig ist. Umso wertvoller ist zum Beispiel auch so ein Abspannseil, von denen insgesamt drei auf dem Newtopia-Gelände gefunden wurden“, sagt Suckow.

Ein Stück Geschichte im Boden der neuen Gesellschaft

Das war der Zeitpunkt, an dem der Rundfunkexperte so richtig loswirbelte: „Es blieb dieses Mal nicht nur bei einer E-Mail, sondern es folgten auch Anrufe bei der Produktionfirma und beim Bürgermeister. Der Kontakt zur Produktion entstand schließlich und ich bin da rauf aufs Gelände und habe mir vor Ort alles angeschaut.“

Dabei begegnete er auch den Pionieren, die zu diesem Anlass erstmals davon erfuhren, dass Königs Wusterhausen die Geburtsstätte des Rundfunks in Deutschland ist. Rainer Suckow äußert sich heute noch begeistert über die spontane Reaktion der Newtopianer: „Als ich ihnen die Geschichte erzählte, war sofort Ruhe am Tisch und großes Interesse da. Den Leuten wurde bewusst, was das überhaupt für ein Gelände ist, auf dem sie da leben.“ Die Newtopia-Bewohner waren sich schnell darüber einig, dass sie ihre Fundstücke dem Museum geben und sie damit für alle zugänglich machen. Dabei ist der Wert der Stücke eher ideell.

Die Außenstelle Zeesen entstand einst, als die Rundfunkanlagen auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen nicht mehr ausreichten, sie wurde später als Kurzwellenstation von der DDR genutzt. Rainer Suckow: „Es gibt keine Bilder aus den 1930er Jahren, nach dem Zweiten Weltkrieg gingen Sendeanlagen als Reparationsleistung nach Russland und 1992 wurde das, was noch da war, restlos abgebaut.“ In Zeesen war vom Sender nichts mehr vorhanden. Bis vor etwa acht Wochen, als die Pioniere umgegraben haben.

Von Katrin Asmuß

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