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Teltow-Fläming Historischer Weihnachtsmarkt mit Rittern und Elfen
Lokales Teltow-Fläming Historischer Weihnachtsmarkt mit Rittern und Elfen
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05:16 18.12.2017
Die Wache am Eingang des Historischen Weihnachtsmarktes. Quelle: Gudrun Ott
Thyrow

Wieder einmal erwies sich der Historische Weihnachtsmarkt im Kulturzentrum zu Thyrow als ein wahrer Besuchermagnet. Als er um 13 Uhr am Sonntag eröffnet wurde, waren die Parkplätze bereits so gut wie belegt. Längst hat sich herumgesprochen, was das Besondere dieses Weihnachtsmarktes ausmacht. Es ist die Geschichte. Das Eintauchen ins Mittelalter. Dagmar Gransow aus Potsdam kommt immer wieder gern hierher. „Dieser Markt ist originell und trotz der vielen Besucher immer gemütlich. Man ist schnell mit den Menschen im Gespräch und kann einfach nur begeistert sein“, sagte sie.

Organisiert vom Heimatverein

„Organisiert hat den Historischen Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr maßgeblich der Heimatverein Thyrow“, so Ortsvorsteherin Gertrud Klatt, die sich freute, so viele Besucher begrüßen zu können. Man ließ sich Haxe, Glühwein und Bratwürste schmecken. Bei Birgit und Mátyás, vom Duo Lu, gab es ungarischen Kesselgulasch, Mitglieder des Heimatvereins Jüterboger Land verteilten Klemmkuchen aus einem Klemmeisen von 1901 nach altem Familienrezept und der Ritter von Hake, Edler zu Stülpe, Petkus und Wahlsdorf verriet, dass er stolz darauf sei, den Ablasshändler Johann Tetzel nahe Trebbin überfallen und seiner Ablasslade beraubt zu haben. Das freilich hat sich vor vielen hundert Jahren abgespielt, ebenso das, was Frank Berliner alias Hochmeister der Berliner Rittergilde, auf dem Dachboden des Kulturzentrum dem erstaunten Publikum während einer Audienz verkündete. Nämlich, dass es für Reisende um 1317 in der Thyrower Gegend wegen der Strauchdiebe und Wegelagerer, aber auch wegen der sumpfigen Gewässer gefährlich war. Die politische und militärische Situation in der Region erläuterte an Hand von Kartenmaterial Thomas Berliner, einer der vier Geschäftsführer der Berliner Rittergilde. „Das Mittelalter hilft uns, die Probleme der Gegenwart besser zu verstehen“, so Frank Berliner. „Denn schon vor 700 Jahren hatten die Menschen es in Zentral- und Nordeuropa mit einer Klimaverschiebung zu tun. Es wurde immer wärmer, die Ernten fielen aus und es gab Millionen Tote.“

Humorvolle Weihnachtsgeschichten

Während es auf dem Dachboden eher gruselig zuging, las in der Heimatstube Jacob Urmirschbach von der Mittelalter Gruppe „Contubernium“ humorvolle Weihnachtsgeschichten und der irische Kreuzritter Odoneus o’Sgian warb für mittelalterliche Hörspiele, angesiedelt im 12. Jahrhundert. Astrid Heiland als Kräuterfrau Alfruna aus den wilden Wäldern Brandenburgs, raunte mit den Elfen, erzählte Märchen und leitete gemeinsam mit Anja Fengler zu historischen Tänzen aus dem 15. und 16. Jahrhundert über. Gesichtet wurde Hans Kurtzweg, Beauftragter für Elektromobilität der Stadt Trebbin, in Gestalt des Räubers Hotzenplotz und Willi Boggasch im Kostüm von Santa Claus. Das Spektakel fand seine Fortsetzung auf der Bühne der Kulturscheune, wo unter anderem Bänkelsängerin und Kindertanzgruppe auftraten und die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ aufgeführt wurde.

Von Gudrun Ott

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