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Hitzestau im Klassenzimmer

Grundschule in Trebbin braucht dringend Sonnenschutz Hitzestau im Klassenzimmer

Bei schönen Wetter stöhnen Trebbins Grundschüler. Denn ihre Klassenräume heizen sich auf. Daher soll nun kurzfristig ein Sonnenschutz an die noch recht frisch sanierte Schule montiert werden. Allerdings darf die Stadt nicht investieren, solange sie keinen gültigen Haushalt hat.

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In der Trebbiner Grundschule wird es im Sommer zu heiß.

Quelle: Elinor Wenke

Trebbin. Im Sommer gibt es an der Grundschule in Trebbin ein großes Problem: Die Innentemperaturen im Gebäude sind so hoch, dass ein Unterricht kaum noch zumutbar ist. Seit der Volldämmung des Gebäudes hat sich das Dilemma noch verstärkt. „In den Sommermonaten haben wir drinnen 27 bis 28 Grad Celsius, wir kriegen die Wärme einfach nicht mehr raus“, sagte Vize-Schulleiterin Claudia Hilpert im städtischen Hauptausschuss. Besonders schlimm sei es auf der Sonnenseite in Richtung Oberschule. „Wir können froh sein, dass es zurzeit so kühl ist“, sagte sie und richtete einen Appell an die Stadtverordneten: „Bitte sorgen Sie dafür, dass die Schule einen Sonnenschutz bekommt und nicht nur ein Provisorium. Wir brauchen für unsere Schule eine dauerhafte Lösung, die 20 Jahre hält.“

Tatsächlich stand ein entsprechender Beschlussvorschlag auf der Tagesordnung. Für 40 000 Euro soll noch in diesem Jahr ein Sonnenschutz in Form von Außenrollos (ähnlich denen am Kreishaus) angebracht werden. „Es ist die einzig sinnvolle Maßnahme für ein vernünftiges Lernklima“, begründete Bürgermeister Thomas Berger (CDU). „Alles andere wie zum Beispiel Folie davor zu setzen bringt keinen Erfolg. Wir müssen dafür sorgen, dass die Wärme gar nicht erst reinkommt“, erklärte er.

Ob man die Alternative einer Klimaanlage geprüft hätte, wollte Oliver Kadecki (UFW) wissen. „Haben wir, das steht in keinem Verhältnis“, erklärte Berger.

Der Hauptausschuss stimmte dem Vorhaben bei einer Enthaltung zu, allerdings mit einem Wermutstropfen: Es gibt in Trebbin immer noch keinen gültigen Haushalt für 2015, deshalb müssen die Stadtverordneten die Freigabe von 40 000 Euro vor der Rechtsgültigkeit des Haushaltes beschließen. „Wir sollten prüfen, ob das in der vorläufigen Haushaltsführung überhaupt möglich ist“, mahnte Hendrik Bartl (parteilos) an.

Anne-Kathrin Düsel (Neue Liste) sprach sich für den Sonnenschutz aus. „Das Problem besteht seit Jahren, es wird Zeit, dass wir endlich etwas stemmen“, sagte sie. „Wir sind auch für das Vorhaben“, sagte Paul Schuchardt für die UFW-Fraktion, „aber wir machen uns schon Sorgen wegen des Haushaltes.“ Man habe den Eindruck, „es passiert gar nichts in der Haushaltsplanung, wir erhalten auch keine Zwischeninformation“, kritisierte Schuchardt. Ähnliche Bedenken hatte Peter Mann (SPD) bereits im Bauausschuss geäußert.

Berger versprach, in Kürze die Eröffnungsbilanz vorzulegen, bremste aber die Erwartungen: „Auch bei beschlossenem Haushalt können wir in diesem Jahr keine großen Sprünge machen.“ Grund sei die Pflicht zur Rückzahlung einer großen Summe an Gewerbesteuerumlage, so Berger.

Von Elinor Wenke

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