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Teltow-Fläming Hoch die heißen Tassen!
Lokales Teltow-Fläming Hoch die heißen Tassen!
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00:30 21.01.2016
Auf Reinhold Burgers Geburtstag wurde in Glashütte stilecht mit heißem Tee aus einer Thermoskanne angestoßen. Quelle: Gudrun Ott
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Glashütte

Am Sonntag wurde des berühmtesten Sohnes von Glashütte gedacht. Museumsleiter Georg Goes eröffnete die Ausstellung im Haus am Hüttenbahnhof zum 150. Geburtstag von Reinhold Burger, dem Erfinder der Thermoskanne, der am 12. Januar 1866 in der märkischen Fabriksiedlung als Sohn eines Glasmachers das Licht der Welt erblickte.

„Wir haben Burgers wichtigste Erfindung, die er sich 1903 patentieren ließ, bereits 2003 durch eine Sonderschau gewürdigt. Die Thermosflasche steht folgerichtig als Fluchtpunkt am Eingang zur Burger-Ausstellung, die wir damals einrichteten“, so Goes. Anlässlich des runden Geburtstages stießen Besucher am Sonntag vor Burgers Geburtshaus mit heißem Tee aus Thermoskannen auf den Glasinstrumentenmacher an.

Urenkel Axel Burger. Quelle: Gudrun Ott

Auf der anschließenden Gedenktagung sprach auch Reinhold Burgers Urenkel, Markus Burger. Der 35-Jährige führte den Beweis, dass sein Urgroßvater immer am Puls seiner Zeit agierte. „Vieles eint ihn mit der heutigen Gründergeneration. Die Produktverfeinerung, die Internationalisierung, die Kapitalsuche, die Serienproduktion und die Werbemaßnahmen“, sagte Markus Burger. Der Werbespruch der Reinhold Burger Thermosgesellschaft mbH, gegründet 1906, lautete: „Hält kalt und heiß, ohne Feuer und Eis.“

Hintergrund

Reinhold Burger wurde im Januar 1866 in Glashütte geboren. Sein Vater war Glasmacher. Im Alter von 14 Jahren ging Burger nach Berlin und absolvierte eine Ausbildung zum Glasin-strumentenmacher bei der Firma Geißler.


In der Berliner Chausseestraße richtete Burger seinen eigenen Betrieb ein und meldete 1903 ein Patent auf die alltagstaugliche Thermosflasche an. Das Museum Baruther Glashütte unterhält eine „Burger-Ausstellung“.

Anlässlich der Ausstellungseröffnung waren auch Reinhold Burgers Enkel Axel, Armin und Sven Burger nach Glashütte gekommen. Sven Burger überreichte dem Museum Urkunden und Medaillen, die sein Großvater bei den Weltausstellungen 1904 in St. Louis, 1906 in Mailand sowie beim Kongress der Physiotherapie 1907 in Rom erhalten hatte. Es handelt sich bei den Urkunden um Kopien, basierend auf Fotos. Die Originale wurden der Familie gestohlen. Axel Burger erzählte, dass er seinen Großvater noch kennengelernt hat. „Er ist kurz vor meinem fünften Geburtstag gestorben.“

Die Enkel von Reinhold Burger, Sven (l.) und Armin, in der Ausstellung. Quelle: Gudrun Ott

Über mehrere Generationen hat sich die Familie Burger mit der Glasherstellung beschäftigt – als Glasmacher, als Glasschneider und als Glasinstrumentenmacher wie Reinhold Burger, der von sich selbst sagte, er sei Glastechniker. Reinhold Burger war auch entscheidend an der Weiterentwicklung der Röntgenröhre beteiligt. Er verbesserte die Kühlung und konnte somit die Röntgenröhre in Serie anbieten. Urenkel Markus Burger bezeichnete seinen Urgroßvater als einen Startup-Unternehmer und wünschte, dass sich das Museum in Glashütte zu einem Treffpunkt für die heutige Startup-Szene entwickelt. Hier könne man lernen, was für eine lange Gründertradition es gibt, denn „der Blick in die Vergangenheit zeigt uns Chancen für die Zukunft.“

Von Gudrun Ott

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