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Höhere Gebühren für Wochenmarkt-Händler

Luckenwalde Höhere Gebühren für Wochenmarkt-Händler

Händler auf dem Luckenwalder Wochenmarkt müssen ab diesem Jahr höhere Standgebühren zahlen – fünf Cent mehr pro Quadratmeter. Die Stadtverordneten führten darüber eine kontroverse Debatte und stimmten schließlich mehrheitlich zu.

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Beim ersten Wochenmarkt des Jahres 2017 in Luckenwalde gab es kühle Temperaturen und wenige Händler.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Derzeit herrscht Ebbe auf dem Luckenwalder Wochenmarkt oder besser gesagt Jahreswechsel-Ruhe. Die Händler treffen sich erst wieder am 16. Januar zum ersten Wochenmarkt in der Innenstadt. Die Stadtverordneten haben indes mehrheitlich einem Beschluss über geänderte Wochenmarkt-Gebühren zugestimmt. Die letzte Anpassung gab es 2015. Im neuen Jahr müssen die Händler etwas tiefer in die Tasche greifen und statt bisher 1,35 Euro pro Quadratmeter Standfläche künftig 1,40 Euro an die Stadt zahlen. Der Grund ist unter anderem eine sinkende Auslastung des Wochenmarktes und damit sinkende Einnahmen für die Stadt.

Während im Jahr 2014 noch 2627 Händler den Wochenmarkt nutzten, waren es 2015 noch 2143 und 2016 noch 2047 Händler. Im vergangenen Jahr hingegen haben bis Ende Oktober nur noch 1373 Händler ihren Stand aufgebaut. Die Einnahmen für die Stadt sanken von 58 400 Euro im Jahr 2015 auf geschätzte 51 200 Euro für dieses Jahr. Die Aufwendungen für die Stadt, wie zum Beispiel für Strom, Reinigungskosten oder Winterdienst, bleiben hingegen relativ stabil.

Gebühren müssen die Kosten decken

Da es sich beim „Marktwesen“ um eine kostenrechnende Einrichtung handelt, müssen laut Kommunalabgabengesetz die Gebühren so erhoben werden, dass sie die Kosten decken. Daraus ergibt sich das Benutzungsentgelt von 1,40 Euro pro Quadratmeter Marktfläche.

Klingt logisch, ist für einige Stadtverordnete aber nicht nachvollziehbar, denn vor der mehrheitlichen Beschlussfassung gab es eine lebhafte Debatte. Carsten Nehues (CDU) wollte die Vorlage zurückstellen lassen, weil sie am tatsächlichen Problem vorbei gehe. „Wir sollten nicht die Gebühren für die verbliebenen Händler erhöhen, sondern stattdessen ein Konzept erarbeiten, wie wir den Wochenmarkt attraktiver machen und wieder mehr Händler anlocken können“, sagte er.

Verhältnis zwischen Verwaltungsaufwand und Nutzen

Sein Fraktionskollege Christoph Guhlke hält das Verhältnis zwischen Verwaltungsaufwand und Nutzen für inakzeptabel. „Die Kommunalaufsicht würde sicher nicht den Haushalt kassieren, wenn wir die Wochenmarkthändler mit fünf Cent subventionieren würden“, sagte er und empfahl ebenfalls abzuwarten. Sven Petke (CDU) wollte generell wissen, wie man mit dem Thema Wochenmarkt künftig umgeht. „Wird diese Form des Handels in Zukunft vielleicht in Frage gestellt?“, warf er in die Runde.

„Eine Prognose ist schwierig“, sagte Bürgermeisterin Elisabet Herzog-von der Heide (SPD). „Wir haben einige Stammhändler, deren Nachfolge ungewiss ist.“ Es gebe eine veränderte Angebotslage, aber auch zahlreiche Einwohner, die sich weiterhin einen kommunikativen Treffpunkt beim Wochenmarkt wünschen. Herzog-von der Heide verwies aber darauf, dass es sich beim Wochenmarkt um eine Gebührensatzung im klassischen Sinne handelt. „Wir sind in der Pflicht, kostendeckend zu wirtschaften und die Gebühren regelmäßig anzupassen“, sagte sie.

Von Elinor Wenke

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