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Teltow-Fläming Höhere Löhne – aber ohne Tarifvertrag
Lokales Teltow-Fläming Höhere Löhne – aber ohne Tarifvertrag
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10:31 26.02.2016
Streik im Juli 2015 bei Klenk in Baruth. Quelle: Andras Staindl
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Baruth

Die Tarifverhandlungen bei der Klenk Holz AG in Baruth sind gescheitert, jetzt droht eine Verschärfung des Arbeitskampfes. Das Unternehmen hat am Donnerstagnachmittag mitgeteilt, dass es die Vergütung seiner Mitarbeiter ab 1. März ohne Tarifabschluss um 2,5 Prozent anheben will – höher als der aktuelle Tarifabschluss der Holz- und Kunststoffindustrie in Baden-Württemberg.

2,5 Prozent mehr am März und noch einmal Anfang 2017

„Wenn wir 2016 in der Klenk Gruppe das moderate Ergebnis von 2015 wiederholen können, werden wir die Vergütung ab dem 1.1.2017 um weitere 2,5 Prozent erhöhen“, sagte Markus Adams, Vorstandsvorsitzender der Klenk Holz AG. Schon 2015 habe die Firma die Gehälter um durchschnittlich vier Prozent angehoben. „Somit stehen wir im Vergleich zu anderen Arbeitgebern unserer Branche in unserer Region sehr gut da“, sagte Adams. Die Forderungen der IG Metall hingegen liefen auf eine Erhöhung von 17 Prozent in den kommenden drei Jahren hinaus, das sei wirtschaftlich nicht tragbar und würde den Standort Baruth und die gesamte Klenk-Gruppe gefährden.

IG-Metall-Bevollmächtigter: „Beruhigungspille“

Die IG Metall will das Scheitern der Verhandlungen und die einseitige Lohnerhöhung nicht akzeptieren. Hermann von Schuckmann, Erster Bevollmächtigter der IG-Metall-Verwaltungsstelle Ludwigsfelde, nannte die angebotenen 2,5 Prozent eine „Beruhigungspille“. Klenk Holz sei bisher ein tarifloser Betrieb – und das Niveau des Tarifvertrags liege deutlich höher. „Das ist eine unerfreuliche Verschärfung der Tarifauseinandersetzung, die der Arbeitgeber da vornimmt“, sagt von Schuckmann. Wie es weitergeht, müsse jetzt innerhalb der Gewerkschaft beraten werden.

Eine der größten Holzbetriebe Europas

Klenk Holz zählt nach eigenen Angaben zu den fünf größten Säge- und Holzbearbeitungsunternehmen in Europa und hat drei Werke und eine eigene Forstdienstleistungsgesellschaft. Der Hauptsitz ist in Oberrot in Baden-Württemberg.

Von Carsten Schäfer

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