Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Höhere Mieten im Kulturquartier geplant

Jüterbog Höhere Mieten im Kulturquartier geplant

Die neue Entgeltordnung des Jüterboger Kulturquartiers Mönchenkloster soll mehr Mieteinnahmen von fremden Veranstaltern generieren. Für zwei dort probende Kulturvereine aus der Stadt soll sich dagegen nur wenig ändern, wie der Ausschuss für Wirtschaftsförderung am Dienstag beschloss.

Voriger Artikel
Eltern-Kind-Gruppe mit freien Kapazitäten
Nächster Artikel
Baumängel führten zu Schimmelbefall

Das Kulturquartier Jüterbog ist für die Blüte von zwei Kulturvereinen der Stadt unerlässlich.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Für den Jüterboger Stadtchor und das Theater der Werktätigen brachte die Sitzung des Jüterboger Wirtschaftsförderung- und Stadtmarketingausschusses am Dienstagabend Erleichterung. Nach einer ersten Vorberatung im Mai hatte die Stadtverwaltung den Entwurf für eine neue Entgeltordnung für das Kulturquartier Mönchenkloster überarbeitet.

Dabei wurde auch festgelegt, welchen Rabatt die regelmäßig im Kulturquartier probenden kulturell tätigen Vereine bekommen sollen. Nach dem vom Ausschuss gebilligten Entwurf zahlen die Vereine auf Vorschlag von Kulturquartierchef Jens Katterwe nur 10 Prozent der Raummieten, die für fremde Veranstalter gelten sollen. Doch auch dort wird die Erhöhung nicht so stark ausfallen, wie ursprünglich vorgesehen.

13 Mal wurden Säle im Kulturquartier 2016 vermietet

„Die neue Ordnung enthält nun einen sogenannten Anteilsfaktor, der von unseren Erfahrungen ausgehend einzelne Nebenkosten senken kann. So wird zum Beispiel der Kreuzgang mit den Toiletten sehr häufig gereinigt. Der Mehraufwand durch eine Veranstaltung liegt also beispielsweise nur bei 20 Prozent der Reinigungskosten“, erklärte Katterwe. Durch diesen Faktor werden Mieteinnahmen nicht im ursprünglich erwarteten Maße steigen (siehe Infokasten).

Vergleich der Einnahmen nach alter und neuer Rechnung

Im Jahr 2016 fanden 13 Vermietungen der Räume an fremde Veranstalter statt, etwa den Amateurboxverband Brandenburg, die Kirchengemeinde St. Nikolai, Parteien und auch Privatpersonen.

Insgesamt 1784 Euro an Einnahmen wurden dabei erzielt.

Nach dem ersten Entwurf der Entgeltordnung hätten die Veranstalter insgesamt 7432 Euro Miete zahlen müssen. Der neue Entwurf entlastet die Veranstalter durch den Anteilsfaktor. Hätte diese Entgeltordnung bereits 2016 gegolten, wären Einnahmen in Höhe von 3923 Euro generiert worden.

Bislang war das historische Flair für relativ wenig Geld zu haben

„Die Frage ist ja, ob wir mit unseren Mietpreisen am Markt sind oder darüber hinausschießen“, sagt Katterwe. Tatsächlich sind die Räume im Kulturquartier 2016 insgesamt nur 13 Mal von fremden Veranstaltern genutzt worden. Durch die bisherigen Tagespauschalen war das historische Flair des Mönchenklosters für relativ wenig Geld zu haben. So hatte der Landes-Amateurboxverband den Konzertsaal einen ganzen Tag für 260 Euro nutzen können – künftig wären dafür rund 430 Euro fällig.

Jens Katterwe leitet das Jüterboger Kulturquartier im Mönchenkloster

Jens Katterwe leitet das Jüterboger Kulturquartier im Mönchenkloster

Quelle: Peter Degener

Die neuen Mieten und Nebenkosten errechnen sich aus den Betriebskosten des Kulturquartiers von jährlich zuletzt 146000 Euro und werden auf die Flächen der einzelnen genutzten Gebäudeteile umgelegt. Hinzu kommen neue Verwaltungspauschalen und die Berechnung von Personalkosten, wenn eine Aufsicht außerhalb der regulären Öffnungszeiten anwesend sein muss.

Vereine sind mit dem Kulturrabatt einverstanden

Eine Sonderrolle haben der Stadtchor und das Theater der Werktätigen, die seit vielen Jahren regelmäßig dort proben und einen eigenen Zugang haben. Zuletzt musste der Chor für die Proben im Kempff-Saal rund 382 Euro zahlen. Nach der neuen Ordnung und durch den starken Rabatt steigt die Vereinsmiete auf rund 524 Euro. Beim Theater würde die Jahresmiete für den Konzertsaal leicht von 527 auf 502 Euro sinken.

Klaus Barleben, der Schatzmeister des Theaters dankte dem Ausschuss für den Rabatt. Ohne diesen Nachlass für lokale Kulturvereine müsste sich das Theater andere Räume suchen. „Die eigentliche Miete wäre für uns das Aus, denn wir häufen keine Reichtümer an“, sagte Barleben.

Wenn die Stadtverordneten die neue Ordnung beschließen, könnte sie für Veranstalter bereits ab Oktober gelten. Die Umstellung für die Vereine soll erst zum Jahresbeginn 2018 erfolgen.

Von Peter Degener

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg