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Teltow-Fläming Hoffen auf Sanierung der Trauerhalle in Grüna
Lokales Teltow-Fläming Hoffen auf Sanierung der Trauerhalle in Grüna
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05:10 13.05.2016
Der Vorraum der Trauerhalle ähnelt eher einer Garage als einem würdigen Ort des Abschieds. Quelle: Josefine Sack
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Grüna

Von den Wänden bröckelt die Farbe. Durch die kaputten Fenster pfeift der Wind – die alte Trauerhalle auf dem Friedhof in Grüna ist alles andere als ein würdiger Ort, um Abschied zu nehmen. In ihrem derzeitigen Zustand ähnelt sie eher einer Garage.

Mag sein, dass die Angehörigen eines Verstorbenen das marode Mauerwerk und die rostige Dachkonstruktion im Vorraum am Tag der Bestattung selbst kaum wahrnehmen. Für die Grünaer aber steht seit langem fest, dass der Flachbau saniert werden muss, und zwar dringend.

Schon die frühere Ortsvorsteherin Gudrun Weiß hatte sich bei der Stadt für eine Sanierung des Gebäudes stark gemacht. Unter ihrer Nachfolgerin Stephanie Tenner, die seit Oktober 2015 im Amt ist, könnte sich auf dem Friedhof am Ortsausgang tatsächlich bald etwas tun: Tenner rechnet im Herbst dieses Jahres mit dem Baubeginn.

Hintergrund

247 Einwohner hat Grüna aktuell. Der an Kloster Zinna angrenzende Ort wurde 1411 erstmals schriftlich erwähnt. Seit 1997 gehört das Dorf zur Stadt Jüterbog.

Grüna hatte mehr als ein Jahr lang keinen Ortsbeirat. Die langjährige Ortsvorsteherin Gudrun Weiß war 2014 nicht wieder angetreten. Erst seit Oktober 2015 ist Nachfolgerin Stephanie Tenner im Amt. Ihr liegt der Zusammenhalt im Ort am Herzen.

Am Sonnabend, dem 21. Mai, lädt Grüna von 10 bis 17 Uhr zum ersten Familienflohmarkt an der Museumsscheune ein. Standplätze können unter Tel.  01 74/1 94 58 96 oder 01 57/38 76 92 97 angemeldet werden.

„Der Bauantrag wurde im Dezember 2015 gestellt“, bestätigte Jüterbogs Bauamtsleiterin Kira Wenngatz. Eine Baugenehmigung liegt der Verwaltung bislang jedoch nicht vor. Die vorläufigen Kosten für die Sanierung in Höhe von 37 000 Euro sind im aktuellen Haushalt eingestellt. „Nach Haushaltsgenehmigung und Rechtskraft durch Veröffentlichung und Vorliegen der Baugenehmigung kann die Maßnahme noch in diesem Jahr umgesetzt werden“, teilte Wenngatz mit.

Ortsvorsteherin Stephanie Tenner. Quelle: Josefine Sack

Aktuell ist die Trauerhalle zweigeteilt: Im hinteren Teil befindet sich der ursprüngliche Raum, in dem die Bestattungszeremonien abgehalten werden. Im vorderen, nachträglich angebauten Flachbau befindet sich ein Warteraum für die Trauernden. Mitte der 1950er Jahre wurde der Friedhof Grüna von der Kirche im Dorfkern an den Ortsausgang verlegt. Ob die Trauerhalle auch aus der Zeit stammt, vermochte Ortsvorsteherin Stephanie Tenner nicht zu sagen. Sie selbst ist erst vor ein paar Jahren von Jüterbog nach Grüna gezogen.

Im Zuge der Sanierung soll die Abtrennung der beiden Räume aufgehoben werden. Das alte Tor, das den Vor- und den Zeremonieraum derzeit voneinander trennt, wird dann zum „neuen“ Eingangsportal der Trauerhalle. Aktuell müssen die Bestatter den Sarg durch eine schmale Seitentür hindurch in den Saal bugsieren. Dass der Eingang an den Giebel verlegt werden soll, begrüßt auch Pfarrerin Ramona Rohnstock von der evangelischen Kirchengemeinde Kloster Zinna. Die Anteilnahme bei Beerdigungen in Grüna sei jedes Mal so groß, dass die 30 Sitzplätze im Saal nicht ausreichten, weiß sie aus Erfahrung. Die meisten Gäste müssen die Zeremonie von draußen verfolgen. Schon immer fand Rohn-stock, dass es günstiger wäre, wenn die Halle nach vorn und nicht wie bisher an der Seite geöffnet ist. Die kaputten Wände habe sie „nie so richtig wahrgenommen“, sagt sie. „Für die Angehörigen ist das in der Situation zweitrangig.“

Von Josefine Sack

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