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Hoffnung auf Flüchtlinge

Fachkräftemangel in Teltow-Fläming Hoffnung auf Flüchtlinge

Die Chefin des Jobcenters Teltow-Fläming rechnet mittlefristig mit 800 erwerbsfähigen Zuwanderern, sagte sie nun im Sozialausschuss des Landkreises. Die werden auch dringend gebraucht, denn im Norden des Kreises herrscht absoluter Fachkräftemangel.

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Jobcenter-Chefin Anja Spiegel

Quelle: Wenke

Luckenwalde. „Die Situation am Arbeitsmarkt ist so gut wie noch nie zuvor.“ Das sagte die Leiterin des Jobcenters Teltow-Fläming, Anja Spiegel, am Montagabend im Sozialausschuss des Kreises. Doch so schön das sei, so schwierig sei die Besetzung der freien Stellen, deren Zahl auch so hoch ist, wie noch nie.

„Im Norden des Kreises herrscht ein absoluter Fachkräftemangel“, sagte Spiegel, „besonders in den Bereichen Logistik, Pflege, aber auch Gastronomie und Handwerk.“ Die noch vorhandenen Arbeitslosen seien in der Regel nicht in der Lage, diese Stellen zu besetzen, sagte die Jobcenter-Chefin. Dagegen sei die Arbeitslosigkeit im Süden des Kreises deutliche höher und hier gebe es auch deutlich weniger offene Stellen. „Deshalb versuchen wir die Kunden aus dem Süden in den Norden zu bringen“, sagte Spiegel, was auch ganz gut gelinge. „So kriegen wir immer mehr Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit.“

Um den Fachkräftebedarf decken, aber auch die noch offenen Ausbildungsplätze besetzen zu können, hofft die Arbeitsverwaltung auf Flüchtlinge und Asylbewerber mit Arbeitserlaubnis. „Wir brauchen die Kunden“, sagte Anja Spiegel. Bisher seien zwar erst sieben Integrationen in den Arbeitsmarkt gelungen, aber das immerhin bei einer bislang nur zweistelligen Zahl von ausländischen Sozialleistungsempfängern. So erhielten zwei Afghanen einen Ausbildungsplatz, ein syrischer Arzt fand eine Stelle im Ernst-von-Bergmann-Klinikum. Größere Integrationszahlen seien erst im September 2016 zu erwarten, weil die meisten vor einer Arbeitsaufnahme noch Sprachkenntnisse erwerben müssten.

Mittelfristig rechnet Spiegel mit etwa 800 erwerbsfähigen Zuwanderern. Darunter seien eine ganze Reihe Hochschulabsolventen, aber auch viele Jugendliche ohne Ausbildung, die etwas lernen wollen. „Das ist ein mühsamer und langer, aber auch erfolgversprechender Weg“, so Spiegel.

Von Hartmut F. Reck

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