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Hoffnung auf Frieden

Regenbogenprojekt in Premnitz Hoffnung auf Frieden

29 junge Menschen treffen sich derzeit zu einem internationalen Friedensworkcamp in Premnitz. Sie bauen mit Hilfe der Firma Sik-Holz aus Langenlipsdorf einen Regenbogen – es ist das letzte Regenbogenprojekt.

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Einige der Erbauer des bunten Regenbogens in Premnitz.

Quelle: Privat (2)

Langenlipsdorf. Mitarbeiter der Firma Sik-Holz Langenlipsdorf waren in diesen Tagen auf der Buga in Premnitz (Havelland) zugange. Sie halfen seit dem 31. Juli beim Aufstellen von bunten Hölzern für einen Spielplatz. Gestern wurde der fertige Regenbogen auf dem Buga-Gelände in Premnitz öffentlich vorgestellt.

Entstanden ist er als Teil eines sogenannten Regenbogenprojekts. Das sind Workcamps, die seit 17 Jahren an den unterschiedlichsten Orten stattfinden und Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern zusammenbringen. Gleichzeitig entsteht jeweils ein Spielplatz in Regenbogenfarben. Um diese Projekte möglich zu machen, haben sich Unterstützer zusammengefunden: der Kirchenkreis Hamburg-Ost, die Evangelische Akademie Berlin und die Firma Sik-Holzgestaltungs-GmbH.

Noch bis zum 21. August sind für das Friedensworkcamp 29 junge Menschen in Premnitz. Zuerst haben sie als Begleitprogramm zur Bundesgartenschau ein farbenprächtiges Friedenssymbol aus Robinienholz in Form eines Regenbogens gebaut. Er ist zwölf Meter lang und vier Meter hoch. Bei dieser gemeinsamen Arbeit haben sich die Erbauer des Friedenbogens kennengelernt. Es sind jüdische und arabische Israelis, schwarze und weiße Südafrikaner, Deutsche aus Ost und West.

Angesichts der Gewalt gegen Asylsuchende und Ausländerfeindlichkeit wird das Projekt in diesem Jahr in Deutschland veranstaltet, nachdem es 2014 während des Gaza-Krieges in Israel stattgefunden hat (die MAZ berichtete). Seither steht dort in einem „Garten des Friedens“ ein hölzerner Regenbogen, der zeigen soll, dass Frieden machbar ist. Auch in Premnitz soll der Regenbogen der Hoffnung auf Frieden und auf ein gutes globales Zusammenleben aller Völker Ausdruck geben. Die Teilnehmer werden mit Asylsuchenden in Premnitz und den Einwohnern über Chancen des Zusammenlebens diskutieren.

Das Camp war allerdings das letzte seiner Art. Pastor Rolf Martin aus dem Kirchenkreis Hamburg-Ost sagt: „Das Projekt in Premnitz wird nach 17 Jahren unser letztes Projekt sein. 13 Regenbögen haben wir auf der ganzen Welt gebaut. Sie sind aus Holz und werden vergehen.“ Doch er ist sich sicher, dass die mehr als 150 jungen Menschen, die an den Projekten teilgenommen haben, „zum Frieden über alle Grenzen beitragen“ werden. Er ist bekräftigt: „Ihr Idealismus, ihre Fantasie und Lebensfreude sind unsere Schätze.“

Klaus-Peter Gust, Geschäftsführer der Sik-Holzgestaltungs-GmbH, ergänzt: „Ich bin stolz auf das Regenbogenprojekt. Und ich bin dankbar, dass wir alle Probleme, die sich uns in den Weg stellten, immer gemeinsam meistern konnten.“ Diese Erfahrung nach dem Motto „You can do it if you really want!“ (du kannst es, wenn du es wirklich willst) habe sein Leben, das Leben seiner Familie und die Ausrichtung der Arbeit in unserem Unternehmen geprägt. „Ich hoffe, dass viele Unternehmen solche Erfahrungen machen können“, so Klaus-Peter Gust.

Von Gertraud Behrendt

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