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Hoffnung für Fleischer Bendig

Landrätin verspricht Entscheidung vor Weihnachten Hoffnung für Fleischer Bendig

Es gibt Bewegung im Küchenstreit bei der Fleischerei Bendig. Landkreis und Unternehmen trafen sich am Donnerstag im Kreishaus. Beide Seiten sprechen von einem lösungsorientierten Gespräch. Die Rechtsanwältin von Sylvia Püschel ist zuversichtlich, dass die Küche genehmigt werden kann – dank des DDR-Rechts.

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Inhaber Rainer Bendig (r.) und sein Nachfolger René Raböse.

Quelle: Zielke

Mahlow. Die Zukunft der Fleischerei Bendig ist zur Chefsache geworden. Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) traf sich am Donnerstag mit Vertretern des Mahlower Traditionsunternehmens zu einem Gespräch.

Zwei Stunden lang tauschten die Beteiligten ihre Argumente im Streit um die Baugenehmigung für die Küche aus: auf der einen Seite die Kreisverwaltung mit dem Beigeordneten Holger Lademann (FDP) und Norbert Jurtzik, dem Leiter der unteren Bauaufsichtsbehörde sowie Siegmund Trebschuh, Wirtschaftsförderer des Landkreises. Rainer Bendig hatte seinen Architekten, seinen designierten Nachfolger René Raböse, Vertreter der Handwerkskammer und seine Rechtsanwältin Sylvia Püschel dabei. Diese bezeichnete das Gespräch in einem Gespräch mit der MAZ als „sehr lösungsorientiert“. „Beide Seiten haben vereinbart, vor Weihnachten eine Regelung zu finden“, sagte Sylvia Püschel. Die mehr als 80 Beschäftigen sollen während der Feiertage keine Existenzängste haben müssen, auch die Kunden wollen endlich Klarheit über den Fortgang des Unternehmens. In den kommenden Wochen will die Juristin die Bedenken der Unteren Bauaufsicht widerlegen. Dabei gehe es vor allem um die Betriebszeiten und vermutete Lärmbelästigungen durch klapperndes Geschirr der strittigen Küche. Einen neuen Bauantrag werde man nicht stellen. Aus Sicht von Sylvia Püschel handelt es sich bei der Küche nicht wie von der Bauaufsicht behauptet um einen Schwarzbau.

Die ehemalige Schmiede wurde 1980 zur Küche umgebaut. Dafür brauchte man zu DDR-Zeiten keine Genehmigung. „Heute muss man dafür eine Umnutzung beantragen, früher war das nicht nötig“, sagt die Juristin. Durch den Einigungsvertrag von 1990 wurden diese sogenannten Bevölkerungsbauten legalisiert. 1993 hat die Fleischerei Bendig die Küche erneut umgebaut. Dach, Strom- und Gasanschluss wurden erneuert. Es gibt zwar Hinweise darauf, dass dies damals beantragt wurde, doch eine Genehmigung können weder Unternehmen noch Behörde finden. Eine gerichtliche Auseinandersetzung durch alle Instanzen könne bis zu sieben Jahre dauern. Das wollen wir vermeiden“, sagte Sylvia Püschel.

Rainer Bendig glaubt nach dem Gespräch an eine Lösung: „Ich habe das Gefühl, dass man beim Kreis guten Willens ist“, sagte er der MAZ. Die Kreisverwaltung hielt sich mit Details zurück. Man werde „alle Möglichkeiten prüfen, die Recht und Gesetz zulassen“, heißt es in einer Stellungnahme. Eine Klärung sei im Interesse des Landkreises, weil es um viele Arbeitsplätze und die Zukunft von Familien geht. An der Unterschriftensammlung zur Rettung des Unternehmens haben sich 3500 Menschen beteiligt.

Von Christian Zielke

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