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„Hoffnungsvoll unbeirrbar“

Luckenwalde „Hoffnungsvoll unbeirrbar“

Manfred Allner aus Luckenwalde brachte in diesem Jahr einen neuen Gedichtband heraus und hat schon wieder viele Ideen für neue Projekte. Er fordert andere „Schreiberlinge“ auf, mit ihm in Kontakt zu treten.

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Manfred Allner mit seinem neuen Gedichtband

Quelle: Foto: Margrit Hahn

Luckenwalde. „Hoffnungsvoll unbeirrbar“ lautet der Titel des neuen Gedichtbandes, den Manfred Allner aus Luckenwalde in diesem Jahr herausgegeben hat. Unbeirrbar leben und hoffen, dass ist der Gedanke, der sich durch den ganzen Gedichtband zieht.

Es werden die unterschiedlichsten Themen angesprochen, wie Beziehungen und Gefühle zwischen Mann und Frau, es gibt Gedichte zu historischen und aktuellen Ereignissen, vom Völkermord an den Armeniern bis zum Fifa-Skandal und der aktuellen Flüchtlingsproblematik. Einige Texte beziehen sich auch auf Menschen der Region. Das Cover stammt von einer Hobby-Malerin aus Körbitz.

Es ist Allners viertes Buch nach dem im Schöningh-Verlag erschienenen Schulbuch zu Wolfgang Borcherts Roman „Draußen vor der Tür...“ und den beiden Gedichtbänden „Umarmungsnah – unendlich fern“ sowie „Apfelbäumchen“ mit Co-Autorin Viola Döcke, wobei die Texte alle von ihm stammen.

Manfred Allner wurde in Dessau geboren. Mutter und Großmutter waren sehr kulturinteressiert und er begleitete sie öfter ins Theater. Der Junge fing an, leidenschaftlich zu lesen. Seine Mutter nahm ihm zwar abends die Taschenlampe weg, aber das hinderte ihn nicht daran, wie „ein Verrückter“ weiter zu lesen. In der Schule fiel Allner einer Lehrerin, die vertretungsweise in der Klasse Deutsch unterrichtete, anfangs eher negativ auf. Erst als Fräulein Höfer als richtige Deutschlehrerin in die Klasse kam, änderte sich das. „Sie musste meine Begabung wahrscheinlich erstmal herauskitzeln“, sagt Manfred Allner.

Er las Goethe obwohl er ihn nicht verstand und lieh sich von seiner Tante Gretchen Liebesromane aus. „Gelesen habe ich immer. Geschrieben nur das, was für die Schule nötig war“, fügt er hinzu. Mit 17 Jahren begann Allner die ersten Gedichte zu schreiben. „Furchtbares Zeug “ sagt er heute. Er reichte seine Werke für einen Literaturwettbewerb ein und ist heute noch froh, dass diese verloren gegangen sind. Den Rat eines Fachmanns, sich lieber mit Prosa zu beschäftigen, beherzigte er nicht und schrieb weiter Gedichte. Und das mit Erfolg. Als eines seiner Werke von einem Schauspieler am Dessauer Theater vorgetragen wurde, war er stolz, zumal er sogar als Autor eingeblendet wurde. Die Spracherziehung, die er bekam, wirkte sich später auch positiv auf seine Lehrerkarriere aus. Wobei er nie der typische Lehrer war, wie er sagt. Allner hat im Unterricht immer auf Kreativität gesetzt.

Mitte der 80er Jahre ging er mit spitzer Feder auch auf die Umweltprobleme ein. Die Umstellung von der Reiseschreibmaschine zum Computer fiel ihm anfangs schwer. Inzwischen möchte er nicht mehr darauf verzichten. Wenn Allner heute zurückblickt, dann denkt er vor allem an seinen wichtigsten Lehrer, den Dessauer Schriftsteller Werner Steinberg und den Hallenser/Berliner Germanisten Werner Feudel. Auch Gerhard Elser, sein inzwischen verstobener väterlicher Freund aus Wittenberg und der katholische Gemeindepfarrer Pater Anselm aus Luckenwalde haben ihren Anteil an seiner künstlerischen Entwicklung.

Dabei hatte Manfred Allner mit Kirche früher nicht viel am Hut. Das änderte sich, als er 2012 seine Frau kennenlernte, die aus Luckenwalde stammt und überzeugte Katholikin ist. Als er das erste Mal in Luckenwalde war, begleitete er sie in den Gottesdienst. „Die tolle Predigt hat mir imponiert“, sagt Allner. Als er seine Frau 2014 heiratete, stand für ihn fest – entweder ganz oder gar nicht. Und so durfte die kirchliche Zeremonie nicht fehlen.

Mit dem Gedichtband, der in diesem Jahr zu den Neuerscheinungen auf der Leipziger Buchmesse gehörte, ist längst nicht Schluss. Manfred Allner, der seit vergangenem Jahr Mitglied der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik ist, sprüht vor Ideen. Interessierte Literatur- und Schreibinteressierten können sich gern mit ihm in Verbindung setzen: http://www.manfred-allner.de

Von Margrit Hahn

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