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Teltow-Fläming Hohe Auflagen für Paintball-Anlage in Jüterbog
Lokales Teltow-Fläming Hohe Auflagen für Paintball-Anlage in Jüterbog
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02:16 26.06.2015
Paintball muss Naturschutzauflagen erfüllen. Quelle: Spot
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Jüterbog

Der Pachtvertrag für die neue Paintballanlage ist längst unterschrieben, doch seit Monaten rührt sich nichts auf dem Schießgelände am Damm in Jüterbog. Es gibt zwei Probleme: Eines betrifft den Artenschutz von Eidechsen, das andere die Bäume.

Schon vor zwei Monaten informierte Bürgermeister Arne Raue (parteilos) die Stadtverordneten über Schwierigkeiten im Genehmigungsverfahren. Im Wirtschaftsausschuss machte er jüngst erneut seinem Ärger Luft. „Ich erlebe den Kreis nicht als Wirtschaftsförderer, sondern als Verhinderer“, sagte er, „es gibt null Feedback und Interesse, den Investor zu unterstützen.“

Der zuständige Amtsleiter Norbert Jurtzik ist erstaunt. „Es handelt sich um ein Verwaltungsverfahren, wir machen keine Politik“, sagte er auf Anfrage. Von Anfang an sei klar gewesen, dass eine Baugenehmigung erforderlich sei. Die verfahrensführende Behörde sei die Bauaufsicht, die fachlich-inhaltliche Bewertung nähmen Fachbehörden vor, so Jurtzik. Die Forstbehörde habe die Fläche als Wald eingestuft. Weil für den Parkplatz einige Bäume gefällt werden sollen, wird eine Ersatzpflanzung gefordert. Der Bürgermeister schätzt, dass für die Aufforstung von knapp drei Hektar rund 40 000 Euro nötig wären. Diesen Aufwand hält er für übertrieben, zumal die Flächen „immer militärisch genutzt waren“.

„Wenn Waldfläche umgewandelt wird, muss das kompensiert werden“, rechtfertigt Jurtzik die Entscheidung. „Die Forstbehörde wartet auf ein Signal.“ Die Eidechsen sind ebenfalls zu schützen, eine Ausnahme könne nach dem Bundesnaturschutz erteilt werden, wenn das öffentliche Interesse überwiegt, doch das sei nicht der Fall. „Die Flächen-Inanspruchnahme müsste eine andere sein“, so der Behördenchef. Er schlägt vor, den Antrag zu modifizieren.

Die Schützengilde hatte im März 2014 auf ihrer Jahreshauptversammlung dafür gestimmt, vereinseigene Flächen am Rande der Schießanlage an den Paintball-Verein zu verpachten. Mit den Einnahmen, so war es geplant, sollte unter anderem ein alter Kredit getilgt werden. „Wir sind auf das Stück Land nicht angewiesen“, sagte Jürgen Arndt von der Schützengilde auf MAZ-Nachfrage. Seit etwa sieben Jahren unterstehe das Gelände der Forst. „Es ist als Abenteuerspielplatz geeignet“, so Arndt.

Es ist nicht der erste Versuch, in der Region eine Paintballanlage zu bauen. Zuletzt hatten sich die Trebbiner Stadtverordneten Anfang 2013 gegen die „Ansiedlung einer umstrittenen Sportart“ ausgesprochen. In Jüterbog herrscht eher eine Pro-Stimmung. „Meisterschaften würden die Stadt Jüterbog publik machen“, sagt Raue.

Der Bürgermeister will noch nicht aufgeben und setzt auf Kontakte zu Landtags- und Kreistagsabgeordneten. „Ein Scheitern des Projektes darf es nicht geben“, sagt er, „allen ist bewusst, dass diese Anlage touristische Impulse bringt. Die Anlage ist eine fantastische Ergänzung zu den Angeboten der Schützengilde.“ Schon der zeitliche Verzug des Baubeginns bringe der Stadt Schaden. „Ich bin der Hoffnung“, sagt Arne Raue, „dass sich alle Herausforderungen klären lassen. Der Investor steht trotz erheblicher Kosten fest zu dem Vorhaben.“

Von Martina Burghardt

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