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Hohe tschechische Glaskunst

Glashütte Hohe tschechische Glaskunst

In der Tschechoslowakei herrschten bis 1989 optimale Bedingungen für die Glaskunst. In Nordböhmen gab es dutzende Fabriken und Werkstätten sowie drei Glasfachschulen, aber auch noch heute sind Voraussetzungen für die Kreativität von Glaskünstlern in Tschechien besonders gut. Einen Überblick über ihr Schaffen vermittelt einen neue Ausstellung im Museum Baruther Glashütte.

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Museumsleiter Georg Goes (l.) und Kuratorin Verena Wasmuth (M.) eröffneten die Ausstellung über Tschechische Glaskunst.

Quelle: Hartmut F. Reck

Glashütte. Es gibt wohl kaum ein Land auf der Erde, in dem die Kunst des Glasmachens und das Glas als Kunstgegenstand so kultiviert wurden wie einst in der CSSR, also der Tschechoslowakei während der Zeit des Sozialismus, und jetzt immer noch im heutigen Tschechien. Dies ist die Fortsetzung der hohen Glasmacherkunst, deren Tradition in den Glashütten Nordböhmens begründet wurde.

Auswahl aus dem eigenen Fundus

 

 

Derzeit sind im Museum der Baruther Glashütte 30 ausgewählte Glasobjekte aus dem eigenen Fundus zu bewundern, die einen Einblick und Überblick über die gegenwärtige tschechische Glaskunst geben. Es handelt sich um Dauerleihgaben der Glaskunstsammlerin Vera Veda, die sie dem Museum überlassen hat. Bei der Eröffnung am Dienstagnachmittag freute sich Museumsleiter Georg Goes darüber, dass Kunsthistorikerin Verena Wasmuth „uns die Augen geöffnet hat“, was für Schätze darunter seien. Zeit also, sie der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Blützezeit im Sozialismus

Auch wenn die Blütezeit für die Glaskunst mit dutzenden Fabriken und Werkstätten sowie drei Glasfachschulen ausgerechnet während des Sozialismus zu verorten ist, in einer Zeit also, in der Kunsthochschulen geschlossen wurden wegen der dortigen oppositionellen Umtriebe, und deswegen viele Künstler ins Glasfach auswichen, zeigt die Sammlung ausschließlich Werke aus der Zeit nach 1989. Diese stützten sich aber auf die vorangegangene Kreativität im Umgang mit dem Werkstoff Glas, so Verena Wasmuth, die ihre Dissertation über „Tschechisches Glas – Künstlerische Gestaltung im Sozialismus“ geschrieben hat.

Zwölf Künstler sind mit 30 Werken vertreten

Von den mehr als 200 künstlerischen Gestaltern, die es in der CSSR gab, sind zwölf in der Ausstellung vertreten. Diese zeigt Vasen, Teller, Skulpturen und Vitraillen (Glasmalereien), die bemalt, graviert, geblasen, aufgeschmolzen, geschliffen und geschnitten wurden und „dem Glas ein wenig aus dem Image des bloßen Gebrauchsgegenstandes heraushelfen“, so Museumsleiter Goes.

Vortrag und Vorführung am 15. Oktober

Wer mehr darüber wissen will, sollte den Vortrag von Verena Wasmuth am 15. Oktober um 15 Uhr, sowie die Vorführungen des tschechischen Glasmachers Daniel Stepanek von 10 bis 17 Uhr am Glasofen nicht verpassen. Die Ausstellung ist bis zum 19. November zu sehen.

Von Hartmut F. Reck

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