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Hohenseefelder Maler seit 40 Jahren Meister

Jubiläum im Handwerk Hohenseefelder Maler seit 40 Jahren Meister

„Manchmal war’s Schinderei“, sagt Malermeister Manfred Wagenknecht. Seit 40 Jahren trägt der Hohenseefelder den Meisterbrief in der Tasche und blickt auf ein arbeitsames Berufsleben mit Höhen und Tiefen zurück. Doch nun hegt der 66-Jährige ganz andere Absichten.

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Die Farbrolle hat Manfred Wagenknecht immer begleitet.

Quelle: Uwe Klemens

Hohenseefeld. Den Berufswunsch Maler zu werden, hegte Manfred Wagenknecht schon als Schuljunge. 48 Jahre ist es her, dass der gebürtige Ihlower, der heute in Hohenseefeld wohnt, die Lehre absolvierte. Vor 40 Jahren legte er noch den Meisterbrief obenauf. Am vergangenen Sonntag feierte er sein Meisterjubiläum.

Gelernt bei der PGH Maler

Den Spaß am Umgang mit Farbrolle und Tapeziermeister hatte er sich bei Malermeister Kniesche abgeguckt, der in der Nachbarschaft wohnte. Dass das Maler-Dasein nicht nur bunt, sondern auch anstrengend ist, erfuhr er schon während der Lehrzeit in der damaligen Produktionsgenossenschaft (PGH) Maler, die im Jüterboger Wursthof ihr Quartier hatte. Zwei Jahre lang drückte er entweder dort die Schulbank, oder war auf den Baustellen rund um den Jüterboger Neumarkt im Einsatz. Er hielt dem Betrieb nach der Gesellenprüfung vier Jahre die Treue.

Den Abstecher zum Wohnungsbaukombinat Ludwigsfelde hat er schnell bereut. „Immer nur Platte zu renovieren war auf die Dauer zu langweilig“, blickt er zurück.

Herr über zehn Gesellen

1972 kehrte er in seinen alten Betrieb zurück, der ihn zum Meisterstudium delegierte und ihm zehn Jahre später die Leitung der Hohenseefelder PGH-Filiale übertrug. Als Herr über zehn Gesellen organisierte er die Arbeit und verteilte das Material. „Manchmal war’s Schinderei“, blickt er auf den Transport der bis zu 70 Kilogramm schweren Farbfässer zurück. Spaß hat es ihm trotzdem gemacht.

Im Dezember 1990 entschloss sich Manfred Wagenknecht zur beruflichen Selbstständigkeit. Arbeit gab es nach der Wende genug. Leute wie er, wurden überall gebraucht. Bis zu zehn Mann konnte er zeitweilig beschäftigen und mehrere Lehrlinge ausbilden. Der Platz im Büro gehört bis heute seiner Frau Doris.

Probleme am Ende des Baubooms

Mit dem Ende des Baubooms vor etwa zehn Jahren musste sich auch Manfred Wagenknecht nach Alternativen umschauen und seine Gesellen entlassen. Als Alleinstreiter ist er seither auf Berliner Baustellen unterwegs, was einerseits anstrengend, anderseits auch einfacher ist, weil er sich die Arbeit selber besser einteilen kann.

„Zu verkaufen“ steht seit ein paar Tagen an seinem Firmensitz. Denn Stück für Stück will sich der 66-Jährige aus dem Berufsleben zurückziehen und das Rentnerdasein genießen. Am eigenen Haus gibt es schließlich auch noch genügend für einen Maler zu tun.

Von Uwe Klemens

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