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Teltow-Fläming Hubschrauber fliegt Kampfjet ein
Lokales Teltow-Fläming Hubschrauber fliegt Kampfjet ein
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00:26 02.12.2018
Spielend leicht ließ der CH-53-Helikopter das an ihr befestigte Fiat G.91-Flugzeug auf dem Fliegerhorst einschweben. Quelle: Sven Gückel
Holzdorf

Es war ein leises Kommen, ein Anflug ohne eigenen Antrieb. Mit strammen Gurten an einem CH-53-Hubschrauber der Lufttransportgruppe HSG 64 Holzdorf befestigt, schwebte am Mittwochnachmittag ein Kampfflugzeug vom Typ Fiat G.91, kurz „Gina” genannt, in Holzdorf ein. Behutsam setzte der schwere Transporthubschrauber das Flugzeug ab. Dessen drei Tonnen Eigengewicht waren für den Helikopter kein Problem. Im Maximum kann der bis zu 7,2 Tonnen heben.

Die CH-53 GA mit dem Kampfjet im Anflug auf Holzdorf. Quelle: Sven Gückel

1958 erstmals in Dienst gestellt, nutzte die Bundeswehr die Fiat G.91 ab den 1960er Jahren als Erdkampf- und Aufklärungsflugzeug. Zwischenzeitlich erwarb ein deutsches Unternehmen sogar die Lizenz zum Nachbau, weshalb die Fiat G.91 das erste strahlgetriebene Flugzeug wurde, das nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland in Serie vom Band lief.

Maschine bis 1982 im Dienst der Bundeswehr

Trotz erheblicher Triebwerksprobleme und zahlreicher Verluste durch Absturz, hielt die Luftwaffe bis 1982 an der Maschine fest. Im Maximum standen bis zu 770 dieser Flugzeuge in Diensten der Bundeswehr. Heute gibt es kein flugfähiges Model mehr, lediglich in einigen Museen stehen ausrangierte Flieger auf.

Nach ihrer letzten Landung wurde die Fiat G.91 für den Transport in die Ausbildungswerkstatt klar gemacht. Quelle: Sven Gückel

Die „Gina” mit der Kennung 98+35 darf aber weiter an der Flugplatzluft schnuppern. Am Luftwaffenstandort Holzdorf hat sie langfristig eine neue Heimat gefunden. Vom Luftwaffenstützpunkt Bückeburg aus wurde sie als Außenlast über Braunschweig und Burg (bei Magdeburg) in das Dreiländereck gebracht, um in einer der Ausbildungswerkstätten des Fliegerhorstes den Lehrlingen, die dort eine Ausbildung zum Fluggerätmechaniker absolvieren, als praktisches Arbeitsmodell dienen. „Allerdings erst ab dem kommenden Schuljahr. Im ersten Lehrjahr stehen noch grundlegende Tätigkeiten bei der Werkstoffbearbeitung an”, erläutert Ausbildungsmeister Matthias Hammer. Geplant sei zudem in den kommenden Monate auch eine Dornier DO 27, einen Starfighter F104 sowie eine italienisch Piaggio nach Holzdorf zu holen.

Flug intensiv vorbereitet

Der Flug der „Gina“ 98+35 wurde lange und intensiv vorbereitet. Tankstopps mussten für den knapp siebenstündigen Flug ebenso eingeplant werden wie das Umfliegen größerer Städte und Ortschaften. Letztendlich war die Aktion eine Win-Win-Situation für den ganzen Standort Holzdorf: Denn die Ausbildungswerkstatt freute sich über Zuwachs und Piloten der Luftransportgruppe konnten den Transport großer Frachten trainieren.

Von Sven Gückel

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