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Teltow-Fläming Holzköpfe in der Hauptrolle
Lokales Teltow-Fläming Holzköpfe in der Hauptrolle
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06:00 20.06.2015
Dagmar Rosin und Berthold Schönhoff vor der Bühne mit ihren Handpuppen, rechts der neue Hans Clauert. Quelle: Elinor Wenke
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Trebbin

Holzköpfe spielen ab Sonnabend in Trebbin zwei Wochen lang eine Hauptrolle. Das Puppentheater „Kaspertrio“ lädt im Clauerthaus zu den ersten Trebbiner Kasperwochen ein. Mit dem aktuellen Kinderprogramm „Die entführte Prinzessin“ wollen Berthold Schönhoff (64) und Dagmar Rosin (62) aus Berlin zwei Wochen lang große und kleine Besucher in die Welt des Puppentheaters entführen. Mit ihren Händen und ihrer Stimme lassen sie ihre original Hohnsteiner Handpuppen wie Kasper und Räuber, König und Prinzessin, Förster und Schutzmann lebendig werden.

Die neu gegründete Puppenwanderbühne hatte ursprünglich nur einen Übungsraum gesucht. „In Berlin war das nahezu unmöglich“, berichtet Berthold Schönhoff, „in Trebbin sind wir fündig geworden und wurden sehr nett aufgenommen.“ Der Vereinsraum im Obergeschoss des Clauerthauses wurde zur Probenbühne und hat den beiden Puppenspielern so gut gefallen, dass sie sich inzwischen fest hier niedergelassen haben. Ihr erfolgreicher erster öffentlicher Auftritt am 31. Mai beim Tag der Generationen im Trebbiner Rathaus bestärkte sie darin. 32 Zuschauer haben in dem kleinen Theaterraum Platz.

Damit haben sich die Beamtin im Vorruhestand und der pensionierte Betriebswirt einen Traum erfüllt. „Schon als Kind war ich oft im Puppentheater“, erinnert sich Dagmar Rosin. Auch für ihre Kinder und Enkel hat sie mit Handpuppen kleine Geschichten zum Besten gegeben. Nach dem Ende der Berufstätigkeit stand für sie fest: „Ich will Puppentheater spielen.“ In ihrem Lebenspartner Berthold Schönhoff fand sie den perfekten Mitstreiter. „Es ist einfach toll, wir können unser Hobby mit Leidenschaft verwirklichen, ohne dass wir finanziell abhängig sind und unseren Lebensunterhalt damit verdienen müssen“, sagt der gebürtige Rheinländer. Er baute Bühnen und Kulissen selbst und schreibt die Drehbücher und Regieanweisungen für die Geschichten, die er und seine Partnerin sich selbst ausdenken.

Als Wertschätzung für Trebbin haben die beiden Puppenspieler in Hohnstein extra den märkischen Eulenspiegel Hans Clauert als Handpuppe fertigen lassen. Außer „Faust“ für Erwachsene hat das Kaspertrio drei Kinderstücke im Repertoire – neben der „entführten Prinzessin“ sind dies „Das Zauberduell“ und „Kasper hilft Seppel, das geklaute Fahrrad wiederzufinden“.

35 Handpuppen haben sie im Gepäck. „Die einzige, die ich nicht mag, ist der Zauberer“, sagt Dagmar Rosin, „mit seinem riesigen Hut eckt er überall an und lässt sich schwer spielen.“ Die Kulissen wirken dreidimensional, die kleinen Zuschauer werden in die Handlung einbezogen.

Für Trebbin plant das Kaspertrio weitere Aufführungen zur Weihnachts- und Osterzeit, außerdem ein Kasper-Dinner. Zwischendurch macht die Wanderbühne ihrem Namen alle Ehre und zieht durch die Lande.

Die Kasperwochen

Die Kasperwochen finden ab dem 20. Juni bis zum 5. Juli im Clauerthaus Trebbin statt. Termine: mittwochs bis samstags um 16 Uhr, sonntags um 11 und 15 Uhr.

Das Stück dauert 45 Minuten und ist für Kinder ab drei Jahre geeignet. Popcorn und Getränk gibt es gratis.

Von Elinor Wenke

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