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Honig von den Buckfast-Bienen

Kliestow Honig von den Buckfast-Bienen

Reiner Kranz aus Kliestow ist nicht nur Imker, sondern fühlt sich auch der Natur verpflichtet. Er isst jeden Morgen Honig zum Frühstück – natürlich nur den eigenen.

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Im Wald zwischen Kliestow und Klein Schulzendorf stehen Bienenkästen von Reiner Kranz.

Quelle: Margrit Hahn

Kliestow. Seine Leidenschaft für Bienen begann schon vor mehr als 60 Jahren. Als Kind besuchte Reiner Kranz in den Sommerferien oft seinen Onkel. Am meisten freute er sich auf die Bienen. Später war es sein Schwiegervater, der ihm einiges über Bienen beibrachte. Es vergingen aber noch einige Jahrzehnte, bis er selbst Hobby-Imker wurde.

1990 schaffte er sich die ersten Völker der Rasse Buckfast an. Inzwischen besitzt er zwölf davon. Der Erzgebirgler wohnt seit 1985 in Kliestow. Dort fühlen sich die Tiere sichtlich wohl. Wobei die meisten derzeit „außer Haus“ untergebracht sind. Mit seinen Pkw-Anhänger bringt Kranz die Bienen jedes Jahr im Frühjahr aufs Feld oder in den Wald, denn direkt an seinem Wohnhaus in Zelle würden die Bienen kein Futter finden. „Natürlich muss das vorher mit den Förstern und Landwirten abgesprochen werden“, sagt der 70-Jährige. Derzeit ist für die Imker Hauptsaison. Noch bis August muss Reiner Kranz regelmäßig nach dem Rechten schauen, den Honig schleudern und in Gläser abfüllen. Dann holt er die Bienkästen wieder nach Hause.

Er selbst mag am liebsten frisch geschleuderten Honig morgens aufs Brötchen. Bei seinen Enkeln ist er der „Honig-Opa“. Während die Kleinen auch gern mal nach den Bienen schauen, haben die Älteren mehr Interesse am Honig. Wobei für ihn nicht der Honig an erster Stelle steht. „Als Imker ist man der Natur verpflichtet“, sagt er.

Wenn Reiner Krenz einmal im Jahr zu Verwandte ins Erzgebirge weiß er genau, was er ihnen mitbringen soll. Um nicht zwischen Raps, Robinie, Linde und Blütenhonig entscheiden zu müssen, nimmt er gleich alle Sorten in seine einstige Heimat mit. Der Hobby-Imker hat schon mehrfach an Wettbewerben anlässlich der Grünen Woche teilgenommen und etliche Auszeichnungen erhalten. Um stets auf dem neuesten Stand zu sein, trifft er sich mit anderen Imkern und nimmt an Lehrgängen teil.

Bisher hatte er Glück. Große Verluste durch Krankheiten sind bei seinen Bienen ausgeblieben. Ab und zu ist zwar mal ein Schwarm entwischt, aber meistens kann Reiner Kranz diesen wieder einfangen. Mit frisch geschleuderten Honig lassen sich die Tiere ködern – auch sie wissen, was schmeckt.

Bei den Bienen ist es übrigens wie bei den Menschen, alles muss registriert sein und seine Ordnung haben. Und so hat Reiner Kranz auch seine summenden Völkchen ordnungsgemäß beim Amtstierarzt angemeldet.

Von Margrit Hahn

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