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Horst Evers unterwegs zu den Sternen

Lesung in Ludwigsfelde Horst Evers unterwegs zu den Sternen

Der Autor und Comedian Horst Evers hat am Montag sein neues Buch in Ludwigsfelde vorgestellt. In diesem Werk wird der BER fertig – und dann stürzt ein Ufo drauf.

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Horst Evers bei seinem Auftritt im Klubhaus.

Quelle: foto: gudrun ott

Ludwigsfelde. Die Lesung von Horst Evers im Ludwigsfelder Klubhaus war am Montagabend ausverkauft. Das wunderte niemanden. Vermag der Mann mit seinem brillanten Humor doch ganze Völkerscharen zu unterhalten. Evers ist ein Kind des flachen Landes. Geboren wurde er 1967 in Niedersachsen, in West-Berlin studiert er ein paar Semester Publizistik, danach Lehramt. Er jobbt als Nachhilfelehrer, er steht in einer Kneipe hinter dem Tresen und lauscht als Taxifahrer den Geschichten seiner Kunden. Und weil die wirklich guten Geschichten bekanntlich das Leben selbst schreibt, und sie sozusagen auf der Straße liegen, sammelt Evers sie auf. Es sind Geschichten aus dem Alltag, die bei Evers allerdings immer eine ungeahnte skurrile Wendung nehmen.

So passiert denn auch in seinem neuen Roman „Alles außer irdisch“ Unglaubliches. Der Flughafen BER wird eröffnet. Aber nur für genau 7,34 Sekunden. Denn dann stürzt ein riesiges Raumschiff aus dem All, knallt auf alle drei Startbahnen und blockiert sie mit einem Streich. Aber aus dem gestrandeten Raumschiff steigt niemand aus, was bei den Erdlingen für ziemliche Verwirrung sorgt. Ausgerechnet der Mittdreißiger Goiko Schulz, der nur für seine Mutter etwas wirklich Besonderes ist, wird in ein galaktisches Abenteuer verwickelt. Gemeinsam mit einer übellaunigen Fahrradkurierin und einem alten russischen Zeitreiseforscher wird Goiko in einem gewagten Unterfangen zur letzten Hoffnung der Menschheit.

Der Autor wagt einen Blick in die Zukunft und strapaziert die Lachmuskeln. Am besten ist Eves dann, wenn er Geschichten am Rande erzählt. Etwa, als er vorschlägt, den BER abzureißen und nicht noch einmal einen neuen Flugplatz zu bauen, sondern es erst einmal mit einer Brücke zu versuchen. Eine Brücke im Flachland, na klar, denn da könne nichts schiefgehen. „Und wenn wir gefragt werden, warum wir eine Brücke im Flachen bauen antworten wir: Weil wir es können.“ Dass der Flughafen längst im Betrieb wäre, wenn man für Brandschutz und Entrauchungsanlage VW beauftragt hätte, weiß Evers auch – denn: „Wir hätten hervorragende Testergebnisse bekommen.“

Die Kleinbeuthener Sabine und Detlef Radecke kennen Horst Evers vom Kabarett „Die Wühlmäuse“. Sie schwärmten: „Klasse, wie der Mann die Pointen setzt.“ Und Petra Reimann aus Ludwigsfelde, die Evers das erste Mal auf einer Bühne erlebte, freute sich einen ganzen Abend lang, eine letzte Karte für die Veranstaltung erwischt zu haben. Viele Besucher der Lesung nutzten die Gelegenheit und ließen sich Bücher und CDs vom Autor signieren. Auch das brandneue Hörbuch „Der kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex“, war zu haben.

Von Gudrun Ott

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