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Teltow-Fläming Hortkinder in der Eis-Manufaktur
Lokales Teltow-Fläming Hortkinder in der Eis-Manufaktur
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11:40 09.08.2016
Frank Schmid an der Eistheke. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Was ist noch schöner, als Eis herzustellen? Natürlich: Das Eis essen. Die Hortkinder der Kita „Am Weichpfuhl“ schauten sich jüngst an, wie die Leckerei hergestellt wird – und anschließend durften sie probieren.

„90 Prozent der Kinder essen am liebsten Cookies“, weiß Frank Schmid, Chef von „Eis 21“ in Luckenwalde, aus Erfahrung. Das Wichtigste bei der Eisherstellung sei die Hygiene, erklärt er, deshalb müsse auch zwischendurch immer wieder gut gewischt und geputzt werden. Zur Eisherstellung werden Maschinen benötigt. Jetzt in den Sommermonaten sind im Eislabor alle in Betrieb. Beliefert werden die Eisdielen in Luckenwalde, Berlin, Jüterbog und Herzberg sowie in Filialen der Bäckerei Konrad.

Eisherstellung wird erklärt

Schmid erklärt, dass das handgemachte sogenannte Streicheis entweder aus Milch und Sahne oder aus Früchten und Wasser hergestellt wird. Dafür wird die Milch fürs Eis auf 85 Grad erhitzt und muss dann abgekühlt werden, um Bakterien abzutöten. „Das nennt man pasteurisieren“, so der Fachmann.

Das Fruchteis besteht zur Hälfte aus Früchten sowie aus Zucker und Wasser. Als Bindemittel werden Johannisbrotkern- und Guarkernmehl verwendet. Damit das Eis cremig wird, sorgen die „Eismacher“ dafür, das winzige Luftbläschen entstehen.

René Schliebener füllt die Zutaten in die Eismaschine. Quelle: Margrit Hahn

Die Hortkinder schauen zu, wie Kathrin Schmid die vorbereiteten Schalen mit Eis füllt, während im Nebenraum Mitarbeiter René Schliebener die nächsten Zutaten verrührt, um die Eismaschine damit zu füllen. Er beginnt morgens um 5.30 Uhr, damit alles rechtzeitig in die Filialen geliefert werden kann. Die Rezeptur hat er im Kopf, allerdings müssen die einzelnen Zutaten genau abgewogen werden.

70 bis 80 verschiedene Eissorten werden im Jahr produziert

„Jetzt in den Sommermonaten haben wir richtig viel zu tun“, sagt Kathrin Schmid, die jede Schale, für den Verkauf mit Soßen und Früchten verziert. 70 bis 80 verschiedene Eissorten werden übers Jahr hergestellt. „Momentan haben wir Blutorange aus dem Sortiment genommen und dafür wird Pflaume-Zimt- und Stachelbeerreis hergestellt“, fügt Schmid hinzu. Wer glaubt, dass Stachelbeereis besonders sauer sei, der irrt.

Kathrin Schmid an der Eismaschine: „Jetzt in den Sommermonaten haben wir richtig viel zu tun.“ Quelle: Margrit Hahn

Die Hortkinder dürfen auch Maxi Schenk bei der Arbeit über die Schulter schauen. Die Konditorin sorgt für die leckeren Torten im Geschäft und steht kurz vor dem Abschluss ihrer Meisterausbildung.

Der achtjährigen Mia gefällt am besten, wie das Eis aus der Maschine kommt und dann die Schokolade hinzugefügt wird. „Ich habe zu Hause mit meiner Mama auch schon mal Stracciatella-Eis selbst gemacht. Das war auch sehr lecker“, sagt Mia. Für Marie steht fest: „Das Beste waren die Erklärungen. Ich fand schön, dass uns Herr Schmid alles so ruhig erklärte und dass er sich für uns Zeit genommen hat.“

Mmh, lecker! Quelle: Margrit Hahn

Für die 22 Kinder der 1. bis 4. Klassen war es ein toller Ferientag. Sie lernten viel über Eis – und durften auch jede Menge verputzen. Frank Schmid hatte sie eingeladen. Und er stellt in Aussicht, dass sie gern wiederkommen dürfen. „Im Herbst wird unsere Schokoladenmanufaktur eröffnet“, kündigte er schon mal an.

Von Margrit Hahn

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