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Hortkinder üben sich als Handwerker

Trebbin Hortkinder üben sich als Handwerker

In dieser Arbeitshandschuhe müssen die Trebbiner Hortkinder erst noch hineinwachsen. Das merkten sie am Mittwochnachmittag, als sie ihr diesjähriges Hortfest als Handwerkermarkt feierten. Neben allen möglichen Gewerken konnten sie sich auch als Dachdecker ausprobieren – natürlich auf sicherem Boden und mit Arbeitshandschuhen.

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Dachdeckermeister Mario Bayer zeigte den Kindern des Trebbiner Hortes, wie man die Dachziegel zusammenfügt.

Quelle: FOTO: Hartmut F. Reck

Trebbin. Die Arbeitshandschuhe waren zwar noch etwas zu groß für die Kinder des ASB-Hortes an der Grundschule in Trebbin, aber wer mal ein richtiger Handwerker werden will, der muss früh in die Handschuhe hineinwachsen. Aber bis dahin sind es noch ein paar Jahre. Erst muss die Schule absolviert werden, bevor eine Lehre angetreten werden kann.

Trotzdem kann man nicht früh genug damit anfangen, sich Gedanken über seine Zukunft zu machen. Das dachten sich auch die elf Erzieherinnen und der eine Erzieher des vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betriebenen Trebbiner Hortes, als sie sich das Motto für das diesjährige Hortfest überlegten. „Seit mindestens 20 Jahren veranstalten wir immer im Juni unser Hortfest“, sagt Edith Kresin, die seit 15 Jahren den Hort leitet. „Und jedes Mal denken wir uns ein anderes Thema aus.“ Und dieses Mal war es eben das Handwerk, mit dem sich die Kinder und Erzieher beschäftigten. Vier Wochen vor dem „Handwerkermarkt“ am Mittwochnachmittag dauerte die Projektzeit im Hort, in der man sich mit den unterschiedlichesten Gewerken beschäftigte.

Mit einer Annemarie-Polka begann das Hortfest auf dem Schulhof der Trebbiner Grundschule

Mit einer Annemarie-Polka begann das Hortfest auf dem Schulhof der Trebbiner Grundschule.

Quelle: Hartmut F. Reck

Edith Kresin zählt ohne Anspruch auf Vollständigkeit auf: „Wir haben selbst Mehl hergestellt und damit Brötchen gebacken, wir haben Experimente mit Gummibärchen gemacht, wir haben geklempnert, genäht, getöpfert, gefilzt, frisiert und mit Holz gearbeitet.“

Dies sei die kreativste Phase der Erzieher. Denn erst komme das Motto, so Kresin, und dann denke sich jeder etwas aus. Ganz schön anstrengend, räumt die Hortleiterin ein, „aber lachende Kinderaugen bestätigen den Erfolg – mehr brauchen wir nicht“.

Bei bestem Wetter konnten die Erst- bis Viertklässler dann ihre handwerklichen Fertigkeiten auf dem Schulhof unter freiem Himmel vertiefen und zeigen, was man so drauf hat. Zunächst aber tanzten sie zur Eröffnung die Annemarie-Polka, und fünf Erstklässlerinnen gaben eine tänzerisch-akrobatische Showeinlage zur Musik ihres Idols Helene Fischer, was mit stürmischem Applaus ihrer Mitschüler honoriert wurde.

Diese fünf Erstklässlerinnen ahmten tänzerisch wie akrobatisch ihrem Vorbild Helene Fischer nach

Diese fünf Erstklässlerinnen ahmten tänzerisch wie akrobatisch ihrem Vorbild Helene Fischer nach.

Quelle: Hartmut F. Reck

An den unterschiedlichen Ständen auf dem Schulhof und in den Horträumen gab es eine Nähstube, eine Backstube, eine Textilmalstation, eine Töpferwerkstatt, einen Frisiersalon, eine Holzwerkstatt und – ganz wichtig – eine Verpflegungsstation. Dort wurden Bratwürste gegrillt, Getränke ausgegeben, und wegen der Hitze gab es für jedes Kind ein Stück Melone. Am Klempnerstand konnte man Rohre zusammenbauen, bei der Bausteinstaffel eine Mauer hochziehen und wieder abbauen, oder man konnte mit verschiedenen Baustoffen hantieren.

Kathrin Ruhmke am Spinnrad und Biggy Gralka an den Häkelnadeln zeigten den Mädchen handarbeitliche Fertigkeiten

Kathrin Ruhmke am Spinnrad und Biggy Gralka an den Häkelnadeln zeigten den Mädchen handarbeitliche Fertigkeiten.

Quelle: Hartmut F. Reck

Doch waren es nicht nur die Erzieher, die die Stationen betreuten, sondern es waren auch echte Fachleute dabei. So saß die Wollhändlerin Kathrin Ruhmke am Spinnrad und stellte Wolle her, die Biggy Gralka gleich mit ihren Häkelnadeln weiterverarbeitete.

Ja, und wer mal ein fleißiger Handwerker werden will, der konnte gleich richtig zupacken bei Mario Bayer. Der Betriebsmeister des Trebbiner Dachbauunternehmens Schaldach und Schröter, dessen Tochter auch den Hort besucht, hatte eine ganze Reihe von Dachziegeln mitgebracht, die die Kinder zu einer kleinen Dachfläche zusammenlegen konnten. „So kriegen sie mal ein Gefühl, wie schwer die Ziegel sind und wie sie ineinander passen“, meinte der Dachdecker. Dabei sollten die Kinder aber Arbeitshandschuhe tragen, auch wenn sie noch etwas groß waren.

In der Töpferwerkstatt gestalteten die Kinder unter Anleitung von Erzieherin Andrea Soika Figuren aus Ton

In der Töpferwerkstatt gestalteten die Kinder unter Anleitung von Erzieherin Andrea Soika Figuren aus Ton.

Quelle: Hartmut F. Reck

Von Hartmut F. Reck

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