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Teltow-Fläming Hortplätze für Erstklässler reichen nicht aus
Lokales Teltow-Fläming Hortplätze für Erstklässler reichen nicht aus
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00:19 17.06.2017
Die Luckenwalder DRK-Kita „Weichpfuhl“. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Eltern, Großeltern und Urgroßeltern schlagen Alarm: Wenn am 4. September an der Luckenwalder Jahn-Grundschule das neue Schuljahr beginnt, stehen einige Schulanfänger ohne Hortplatz da. Das zumindest ist der derzeitige Erkenntnisstand, den die betroffenen Eltern von der zuständigen Kita „Weichpfuhl“ schriftlich erhalten haben.

Brigitte Schröder (70) hat dafür kein Verständnis. Ihr Urenkel Ben soll als Erstklässler in Sachen Hortplatz leer ausgehen. Laut Klaus-Ulrich Seifert, Leiter des städtischen Hauptamtes, werden an der Jahn-Grundschule drei 1. Klassen eingeschult. „So etwas ist doch lange bekannt und demnach auch, wie viele Hortplätze benötigt werden“, empört sich so Schröder. Außerdem habe sie gehört, dass auch nicht genügend Erzieher zur Verfügung stünden. Auch Bens Oma Silke Pempe ist ratlos. „Bens Eltern sind beide berufstätig, wie soll das ohne Hortplatz funktionieren?“, fragt sie.

Alle 305 Kitaplätze sind belegt

Kalt erwischt hat die schriftliche Absage auch Birgit Schulze. Ihr Enkel Luca wird an der Jahn-Grundschule in seinen neuen Lebensabschnitt starten; zurzeit ist für ihn aber kein Hortplatz in der Kita „Weichpfuhl“ in Aussicht. „Mein Sohn ist alleinerziehend und fährt jeden Tag nach Berlin zur Arbeit, da entstehen schnell Existenzängste“, sagt Birgit Schulze. Auch die Großeltern seien berufstätig und könnten nicht permanent eine Betreuung gewährleisten.

Ellen Fahr, Leiterin der Kita „Weichpfuhl“, kann nur bestätigen, dass alle 305 Kitaplätze belegt sind. 150 bis 170 Plätze sind in der Regel für die Hortkinder. Nach derzeitigem Stand können 42 Hortplätze an künftige Abc-Schützen vergeben werden. Dies reiche aber nicht aus, weil es mehr Neuanmeldungen gibt als Schüler, die den Hort verlassen.

Anfang des Jahres waren 58 Schulanfänger gelistet

Da die Einschulungsverfahren noch nicht abgeschlossen sind, steht auch noch nicht die genaue Anzahl der Erstklässler und der benötigten Hortplätze fest. Im Januar war man in der Stadt von 58 Schulanfängern an der Jahn-Schule ausgegangen.

Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), dem Träger der Kita „Weichpfuhl“ ist das Problem bekannt. „Es gibt gute Kooperationen mit der Stadt und anderen Behörden“, versicherte Dagmar Wildgrube, zuständige Abteilungsleiterin des DRK-Kreisverbandes, „und alle haben das eine Ziel: Jeder Schulanfänger, der es möchte, soll am 4. September einen Hortplatz haben.“

Anmeldefrist für die Poststraße läuft Ende der Woche aus

Zum einen bemühe man sich, den Juniorclub „30 Freunde“ aufzustocken, zum anderen biete das DRK in der Poststraße ein alternatives Betreuungsangebot für Schüler ab der 3. Klasse. Das könnte Plätze für Erstklässler freischaufeln. „Aber Geduld tut weh“, so Wildgrube.

Die Anmeldefrist für die Poststraße endet am Freitag. Erst danach will sich die Stadt positionieren. „Anfang nächster Woche setzt sich die Stadt mit den Trägern zusammen, um Lösungsvorschläge zu beraten“, erklärte Sonja Dirauf von der Pressestelle der Stadt. Ob ähnliche Probleme auch an anderen Schulhorten in Luckenwalde bestehen, dazu wollte sich die Stadt derzeit nicht äußern.

Von Elinor Wenke

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