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Teltow-Fläming Hortplatz-Wünsche bleiben offen
Lokales Teltow-Fläming Hortplatz-Wünsche bleiben offen
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19:33 29.06.2017
Der Juniorclub „30 Freunde“ mit den Betreuern Heiko Weber (3.v.l.) und Gerald Geipel soll um 20 Plätze aufgestockt werden. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

172 Abc-Schützen starten am 4. September in Luckenwalde in ihren neuen Lebensabschnitt. Für sie stehen rechnerisch zu Schuljahresbeginn 208 Hort- beziehungsweise Betreuungsplätze zur Verfügung. „Das heißt, jeder Erstklässler kann einen Platz bekommen, aber leider nicht passgenau“, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) am Mittwochabend im städtischen Bildungsausschuss. Laut Hauptamtsleiter Klaus-Ulrich Seifert gibt es traditionell in der Stadt die Zuordnung der drei Grundschulen zu bestimmten Horten. „Das können wir in diesem Jahr nicht vollständig bedienen“, sagte er.

Genügend Hortplätze in der Kita „Burg“

Keine Probleme gibt es an der Friedrich-Ebert-Grundschule. Alle Erstklässler finden einen Hortplatz in der Kita „Burg“, weil von dort 50 Dritt- und Viertklässler zum alternativen Betreuungsangebot in der Poststraße wechseln. Dort wird das Deutsche Rote Kreuz ab September vor allem ältere Grundschüler betreuen, die schon etwas selbstständiger sind.

Insgesamt 100 Plätze gibt es dort. Ginge es nach der Stadt, so sollten dort auch künftige Dritt- und Viertklässler aus der Arndt-Grundschule betreut werden, um Plätze im voll besetzten Hort „Regenbogen“ für die jüngsten Hortkinder freizuräumen. Doch die Eltern sind wenig begeistert. „63 Eltern künftiger Dritt- und Viertklässler wurden angeschrieben. 34 Rückmeldungen gingen ein, davon 33 Absagen“, so Herzog-von der Heide. Folge: Für 19 Kinder gibt es zunächst keinen Platz im Hort „Regenbogen“.

Begehrt bei Schülern ab der 3. Klasse ist auch die gemütliche Couch-Ecke im Juniorclub „30 Freunde“. Quelle: Elinor Wenke

Etwas entspannter geht es an der Jahn-Grundschule zu. Zwar kann die zugeordnete Kita „Weichpfuhl“ den 62 Schulanfängern nur 40 freie Plätze bieten, aber der benachbarte Juniorclub „30 Freunde“ soll von derzeit 30 Plätzen auf 50 aufgestockt werden.

Die Möglichkeit, reguläre Hort-Verträge für Dritt- und Viertklässler zu kündigen, um sie in die alternative Betreuung zu drängen, hält Herzog-von der Heide für ausgeschlossen. „Wir werden jetzt den Eltern von Schulanfängern das alternative Betreuungsangebot vorstellen und schmackhaft machen“, kündigte sie an, denn faktisch sei dieses auch geeignet für junge Grundschüler. Für diesen Fall würde man das Angebot „bedarfsgerecht anreichern“.

Stadt denkt über Schul-Neubau nach

Heidemarie Migulla (Linke) hält es für zumutbar, dass ein Kind nötigenfalls auch in einen schulfernen Hort gebracht wird. „In Luckenwalde sind das alles keine Entfernungen“, sagte sie.

Nadine Walbrach (CDU) sagte, es sei wichtig, dass Klassenkameraden auch im Hort zusammenbleiben können. Sie wollte zudem wissen, wie die Stadt hinsichtlich des Schüler-Ansturms für die nächsten Jahre vorsorgt. Herzog-von der Heide: „Wir denken laut über einen Schul-Neubau nach.“

Von Elinor Wenke

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