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Teltow-Fläming Hund mit wunden Pfoten auf eisigem Betonboden
Lokales Teltow-Fläming Hund mit wunden Pfoten auf eisigem Betonboden
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17:31 21.02.2018
Das Kreishaus in Luckenwalde, Sitz des Veterinäramtes Teltow-Fläming. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Mandy Jachmann und Petra Zimmermann sind besorgt und erleichtert zugleich. Seit geraumer Zeit haben die beiden Luckenwalderinnen den starken Verdacht, dass Tyson, der Hund ihres Nachbarn, sich mit Schmerzen herumquält. Sie versuchten, mit dem Nachbarn zu sprechen. Doch das war nach ihrer Schilderung nicht möglich. Daher verständigten sie das Veterinäramt des Kreises. Die MAZ konnte den Tierhalter für eine Stellungnahme nicht erreichen.

Schwergewichtig mit schmerzenden Liegeschwielen

Bei Tyson handelt es sich um eine Kanarische Dogge mit einem geschätzten Gewicht von 80 bis 100 Kilo. „Der Hund wird nur unter freiem Himmel in einem Zwinger gehalten“, so Mandy Jachmann, „er hat verletzte, wunde Pfoten, sogenannte Liegeschwielen, die nicht heilen und sehr schmerzhaft sind.“ Wegen seines Gewichts habe er zudem Gelenkprobleme. Selbst bei strengem Frost habe das Tier mit den geschundenen Pfoten auf dem eisigen Betonboden ausharren müssen.

Amtshandeln bei nicht ordnungsgemäßer Tierhaltung

Das Veterinäramt geht jeder Anzeige nach. Dazu werden unangekündigte Kontrollen durchgeführt und, wenn nötig, Auflagen erteilt.

Ein Verbot der Tierhaltung kann nur ausgesprochen werden, wenn Tieren erhebliche Leiden, Schmerzen oder Schäden zugefügt werden. Dies muss amtstierärztlich festgestellt werden.

Ist der Tierhalter nicht willig und in der Lage, die Haltungsmängel abzustellen und das Tier artgerecht zu halten, kann der Amtstierarzt als letztes Mittel ein zeitweiliges oder unbefristetes Tierhalteverbot aussprechen.

Die beiden Tierfreundinnen, die selbst Hunde haben, hatten dem Nachbarn angeboten, ihm Tyson abzukaufen und sich um ihn zu kümmern, doch ohne Erfolg. Sie haben Tysons Situation mit Fotos festgehalten und dem Veterinäramt gemeldet. „Dort hat man uns erst mal vertröstet und nicht ernst genommen“, berichtet Petra Zimmermann. Tagelang habe sich nichts getan. Doch die beiden Frauen forderten hartnäckig immer wieder amtliches Handeln ein und haben schließlich auch bei der Polizei Anzeige wegen Tierquälerei gegen den Hundehalter erstattet.

Auflagen für den Hundehalter

Gegenüber der MAZ hat sich das Veterinäramt mit Verweis auf Datenschutzbestimmungen zum konkreten Fall nicht geäußert, sondern lediglich allgemein erläutert, wie das Amt in solchen Fällen vorgeht. Von Mandy Jachmann war aber zu erfahren, dass das Veterinäramt dem Hundehalter die Auflage erteilt habe, seinen Vierbeiner einem Tierarzt vorzustellen. In Auswertung dessen sei er aufgefordert worden, den Hund in einem geschlossenen Gebäude unterzubringen und die kranken Pfoten medizinisch behandeln zu lassen.

„Tyson ist jetzt nicht mehr da“, sagt Mandy Jachmann, „und vom Amt hat man uns versichert, dass man den Hund in seinem neuen Obdach begutachtet hat und das Tierwohl weiter kontrollieren wird.“

Mehr Informationen werden an die Frauen nicht weitergegeben. „Wir sind erleichtert, dass sich endlich etwas getan hat“, so Mandy Jachmann, „aber richtig zufrieden sind wir erst, wenn wir selbst sehen, dass es Tyson gut geht.“

Von Elinor Wenke

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