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Teltow-Fläming Hund ohne Maulkorb muss draußen bleiben
Lokales Teltow-Fläming Hund ohne Maulkorb muss draußen bleiben
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00:18 24.02.2017
Ein Bus der VTF. Quelle: foto: jutta Abromeit
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Großbeuthen

Buslinie 750 am Freitagmittag: Eine vierköpfige Familie will mit ihrem Hund Tyson um 12.50 Uhr vom Dorfplatz Großbeuthen nach Ludwigsfelde fahren, sie braucht dringend Medikamente aus der Apotheke und will ihren Vierbeiner einem Tierarzt vorstellen. Tyson frisst sehr schlecht und nimmt immer mehr ab. Doch zur Busfahrt kommt es nicht: Der Fahrer der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) lässt das Ehepaar nicht einsteigen, er sieht nicht, ob der Mischling im Bus den Maulkorb angelegt bekam oder nicht.

Maulkorb fehlte

Elke Beinlich schildert den Familien-Rauswurf so: „Als der Bus kam, nahm mein Mann den Hund auf den Arm und wollte ihm den Maulkorb anmachen.“ Dies reichte dem Fahrer nicht, er habe sofort losgefaucht: „Der Hund hat keinen Maulkorb an, also raus hier.“ Elke Beinlich und ihr Mann hätten mehrmals freundlich versucht zu erklären, sie hätten den Hund auf dem Arm, der Maulkorb werde gerade angebracht. Doch der Fahrer habe losgebrüllt, das interessiere ihn nicht, wiederholte immer wieder „Raus.“ Vergebens hätte sie versucht, eine Tageskarte zu kaufen, habe nur einen Einzel-Fahrschein gedruckt bekommen, was sie gar nicht wollte. „Also wurde allmählich auch ich ungehalten und erwiderte, dass sich keiner seiner Kollegen so ,affig’ haben würde und dass ich dieses Verhalten wirklich nicht verstehen könnte.“ Das habe der Fahrer wohl als Beleidigung aufgefasst. „Und schmiss uns alle aus dem Bus“, so die Großbeuthenerin. Als sich ein anderer Fahrgast einmischte und drohte: „Entweder ihr steigt jetzt mit eurem Köter aus oder ich helfe nach“, seien sie ausgestiegen. „Wir konnten dem Bus nur noch nachschauen“, so Elke Beinlich. Weil der Bus nur dreimal am Tag in die Stadt fährt, seien sie weder zur Apotheke noch zum Tierarzt gekommen. Von zuhause aus hätten sie sofort bei der VTF angerufen. „Aber auch dort wurden wir sehr unfreundlich behandelt“, sagt Beinlich. Außerdem sei dies mit diesem Fahrer nicht zum ersten Mal so gewesen.

VTF sieht keinen Fehler

Für die VTF erklärt Bereichsleiterin Sabine Müller, der Hund habe beim Einsteigen keinen Maulkorb gehabt, diese Diskussion gebe es mit diesen Fahrgästen öfters. Der Fahrer habe auf die Maulkorbpflicht laut Beförderungsbestimmung verwiesen. Der Maulkorb sei dem Fahrer zwar gezeigt worden und die Fahrgäste stiegen ein. „Er konnte jedoch nicht erkennen, ob der Maulkorb wirklich angelegt wurde“, so Müller. „Beim Verkauf der Fahrausweise wurde unser Mitarbeiter von Frau Beinlich massiv und ausfallend verbal beleidigt, daraufhin brach er den Vorgang ab.“ Er habe von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht und die Fahrgäste des Busses verwiesen. Ein weiterer Passagier wollte in Ludwigsfelde den Zug erreichen und habe den Fahrer bei seiner Entscheidung unterstützt. Sabine Müller sagt auch: „Dieser Vorfall tut uns sehr leid.“ Inwieweit der Beförderungsausschluss gerechtfertigt war, könne nicht abschließend beurteilt werden, da es zwei voneinander abweichende Darstellungen gebe. „Wir sehen kein Fehlverhalten in der Entscheidung unseres Mitarbeiters, die gültigen Beförderungsbestimmungen, auch zur Sicherheit der anderen Fahrgäste, durchzusetzen“, so Müller.

Von Jutta Abromeit

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