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Teltow-Fläming Hundehalter ärgern sich über Köder
Lokales Teltow-Fläming Hundehalter ärgern sich über Köder
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18:01 26.02.2018
Dieser Köder mit einer Rasierklinge wurde in Trebbin entdeckt. Quelle: privat
Trebbin

Ein gefährliches Stück Wiener Wurst erregt weiterhin die Gemüter in Trebbin. Gespickt mit einer Rasierklinge, wurde es ausgelegt, wahrscheinlich damit ein Hund es fressen sollte. Der Täter erntet kaum Verständnis für dieses Vorgehen.

Chihuahua entdeckt Köder

Anne Hinze führte am Montagnachmittag nach der Arbeit wie immer ihren Hund aus. In der Sportfeldstraße in Trebbin direkt am Wohnblock, wo sich ein Stromkasten befindet, schnupperte ihr Vierbeiner,– ein Chihuahua namens Piet, ganz aufgeregt an etwas. Als Anne Hinze genauer hinsah, entdecke sie ein Stück Wurst, indem sich eine Rasierklinge befand. Sie hat den Köder sofort entfernt und entsorgt, damit Tiere sich daran nicht verletzen können.

„Ich denke, mein Hund wäre zu klein, um den Köder zu verschlucken. Aber ein größerer Hund hätte sich bestimmt verletzt“, berichtet die junge Frau. Sie hatte am Montag anschließend gleich eine Warnung über Facebook verschickt. Eine Anzeige bei der Polizei hat sie bislang noch nicht erstattet. „Ich sehe ja bei meinen Spaziergängen des Öfteren, dass Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge nicht immer entfernen. Aber das darf noch lange kein Grund dafür sein, solche Köder auszulegen“, empört sich die Trebbinerin.

Verärgerte Reaktionen auf Facebook

Die Reaktionen auf Facebook sind unterschiedlich. Die meisten machen sich Sorgen um ihre Vierbeiner, einige trauen sich abends kaum noch mit ihren Hunden raus. „Damit hätte ich hier in Trebbin nicht gerechnet“, schreibt Susanne Buchholz. Auch Vanessa Glitzner ist empört: „Ich finde es richtig asozial, dass jemand zu solchen Mitteln greift. Klar verstehe ich es, dass Leute keine Hunde mögen oder es nervig finden, wenn Hinterlassenschaften nicht beseitigt werden, aber dafür kann das arme Tier doch nichts.“ Karin Nagurski macht sich Sorgen um ihre Katze, die sie bisher auch im Freien umherlaufen ließ.

Expertin: Hunde trainieren, draußen nicht zu fressen

Hunde-Experten wie die Luckenwalder Tierheimleiterin Waltraud Lenz raten Besitzern, die Tiere nicht allein vorweglaufen zu lassen und lieber an die kurze Leine zu nehmen. Gut sei es, den Tieren beizubringen, draußen nichts zu fressen. „Was bei den meist fressbegeisterten Hunden allerdings schwierig sein dürfte“, räumt Lenz ein.

Die Aufregung in Trebbin und Umgebung ist jedenfalls groß. Selbst wenn man den oder die Täter fassen sollte, haben sie meist nur geringe Strafen zu befürchten: Tiere sind rechtlich als Sache eingestuft – und damit hätten sich die Köderleger nur der versuchten Sachbeschädigung schuldig gemacht. Tierfreunde sehen das anders und schreiben das auch auf Facebook. Sie würden, wenn sie jemanden mit Ködern erwischen, nicht zimperlich sein.

Weiterer mutmaßlicher Köder entdeckt

Hundehalter werden die Augen jetzt nicht nur in der Sportfeldstraße offen halten. Eine weitere Hundehalterin berichtete inzwischen, an derselben Stelle wieder ein Stück Wurst gefunden zu haben. Es habe zwar keine Klinge dringesteckt, dafür aber offenbar eine „schmierige“ Masse.

Von Margrit Hahn

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