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Teltow-Fläming Hundehalter müssen ins Ordnungsamt
Lokales Teltow-Fläming Hundehalter müssen ins Ordnungsamt
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00:18 08.11.2013
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Luckenwalde

Briefe aus dem Luckenwalder Ordnungsamt haben bei Hundehaltern in der Stadt für Aufregung und Irritationen gesorgt. Hundebesitzer werden darin schriftlich auf ihre Pflichten aufmerksam gemacht. Ist Bello mindestens 40 Zentimeter groß oder 20 Kilogramm schwer (egal welcher Rasse), muss er laut Hundehalterverordnung des Landes Brandenburg im Ordnungsamt angezeigt werden. Halter solcher Hunde werden nun aufgefordert, innerhalb von drei Wochen beim Ordnungsamt ein Führungszeugnis vorzulegen und nachzuweisen, dass ihrem Vierbeiner ein Mikrochip implantiert wurde. „Das behördliche Führungszeugnis darf nicht älter als drei Monate sein“, heißt es in dem Schreiben – was wiederum bedeutet, dass Frauchen oder Herrchen ein aktuelles Dokument besorgen müssen. Kostenpflichtig in der Meldestelle.

Höhepunkt in der amtlichen Post ist jedoch die Aufforderung, zu den Sprechzeiten dienstags oder donnerstags „im Ordnungsamt mit Hund vorstellig zu werden“. Bei „Nichterfüllung“ droht ein Bußgeld.

Hannelore Hildebrand aus Luckenwalde wollte ihren Augen nicht trauen. „Ich hab das erst für einen schlechten Scherz gehalten und geglaubt, mich hätte einer angeschwärzt“, sagte sie der MAZ. Sie besitzt einen Rhodesian Ridgeback mit dem wohlklingenden Namen „Dasko – Dönjo von Lengai“. „Ich habe den Rüden seit zehn Jahren, er ist ordnungsgemäß angemeldet. Kein Hahn hat bisher danach gekräht und jetzt macht das Ordnungsamt Stress. Ich bin richtig sauer“, berichtet Hannelore Hildebrand und kann nicht glauben, dass ein ausgewachsener Vierbeiner vors Ordnungsamt geladen wird. Als Chefin einer Kindertagespflege sei es ihr nicht möglich, mal nebenbei mit ihrem Hund in der Behörde vorbeizuschauen. Außerdem hält sie das für Schikane, ebenso die Aufforderung, eine Ahnentafel des Hundes vorzulegen. Das persönliche Erscheinen ihres Ridgebacks blieb ihr dann aber doch erspart.

Zahlen und Hintergründe

In der Stadt Luckenwalde einschließlich der Ortsteile Kolzenburg und Frankenfelde sind zurzeit 1345 Hunde gemeldet.

Die Hundehalterverordnung des Landes Brandenburg stammt aus dem Jahr 2004.

Grundlage des Anschreibens an die Hundehalter ist der Paragraf 6. Demnach hat der Halter eines Hundes mit einer Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimetern oder einem Gewicht von mindestens 20Kilogramm der örtlichen Ordnungsbehörde unverzüglich die Hundehaltung anzuzeigen und den Nachweis der Zuverlässigkeit im Sinne des Paragrafen 12 vorzulegen. Aus diesem ergibt sich, dass das Führungszeugnis nicht älter als drei Monate sein darf.

Von 85 angeschriebenen Hundehaltern haben 45 ihre Hunde bisher aufgrund des Schreibens angemeldet, bei den anderen Personen laufen noch die Fristen zur Anmeldung.

Laut Ordnungsamt gibt es niemanden, der der Aufforderung zur Meldung des Hundes nicht Folge geleistet hat.

„Wir handeln nach der Hundehalterverordnung des Landes Brandenburg“, erklärte Anette Wolters, Leiterin des städtischen Ordnungs- und Rechtsamtes, der MAZ. Laut Wolters wurden bisher 85 Hundehalter angeschrieben, weitere 15 folgen noch. Der recht rüde und auffordernde Ton des Schreibens sei inzwischen freundlicher, das Erscheinen mit Hund als Bitte formuliert. „Mit Einverständnis des Halters werden die Hunde bei uns fotografiert, damit sie eindeutig zu identifizieren sind“, erklärt Anette Wolters. Damit soll sichergestellt werden, dass die Angaben des Halters mit der Wirklichkeit übereinstimmen.

Von Elinor Wenke

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