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Teltow-Fläming Hunderte Anschlüsse mit Blei im Trinkwasser
Lokales Teltow-Fläming Hunderte Anschlüsse mit Blei im Trinkwasser
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05:50 05.07.2016
Leitungswasser kommt in vielen Luckenwalder Haushalten aus Bleirohren. Quelle: dpa
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Luckenwalde

Nachdem es in Luckenwalde Sorge um Blei im Trinkwasser gibt (die MAZ berichtete), stellte der CDU-Kreistagsabgeordnete Dirk Steinhausen die Anfrage, wie die Situation im Landkreis Teltow-Fläming generell ist. Er erkundigte sich unter anderem, inwieweit das Gesundheitsamt Kenntnis über die Anzahl der noch vorhandenen Bleirohre im Landkreis Teltow-Fläming hat, wie viele Haushalte in welchen Gemeinden davon betroffen sind und welche Maßnahmen ergriffen wurden, um das Problem zu lösen.

Kontrolle der Grenzwerte endet am Wasserzähler

Wie Vizelandrätin Kirsten Gurske (Linke) mitteilt, endet die Zuständigkeit der Wasserversorgungsunternehmen für die Einhaltung der Grenzwerte in der Regel am Wasserzähler. Im Bereich der Hausinstallation ist der Eigentümer dafür verantwortlich, dass die Trinkwasserqualität nicht beeinträchtigt wird. „Amtlich überwacht werden nur Hausinstallationen in bestimmten öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen und Kindertagesstätten. Diese Einrichtungen werden in der Regel alle drei Jahre durch das Gesundheitsamt kontrolliert“, erklärt sie.

Vize-Landräting Kirsten Gurske (Linke) Quelle: Hartmut F. Reck

Private Hausinstallationen werden nur dann durch das Gesundheitsamt kontrolliert, wenn es dafür einen konkreten Anlass gibt, wenn es zum Beispiel Beschwerden über Veränderungen im Geschmack, Geruch und Aussehen gibt. „Werden dabei erhöhte Bleiwerte festgestellt, werden dem Eigentümer entsprechende Auflagen erteilt“, so Gurske weiter.

Die Baruther im Eigenbetrieb Wabau müssen sich keine Gedanken machen: Es gibt bei ihnen keine Trinkwasser-Hausanschlussleitungen aus Blei ebenso wie beim Wasser- und Abwasserzweckverband Jüterbog-Fläming, bei der Johannischen Kirche in Glau sowie beim Wasser- und Abwasserzweckverband in Hohenseefeld.

53 Anschlüsse in Blankenfelde-Mahlow betroffen

In Dahlewitz hingegen sind vier Hausanschlüsse betroffen, in Rangsdorf 58 und in Zossen drei. Zuständig ist dort der Zweckverband KMS in Zossen. Im Zuständigkeitsbereich des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Blankenfelde-Mahlow trifft es 53 Hausanschlüsse in Blankenfelde sowie 16 in Mahlow. Beim Ludwigsfelder WARL sind nur zwei Anschlüsse im Bereich der Stadt Trebbin betroffen. Spitzenreiter ist Luckenwalde im Zuständigkeitsbereich der Nuwab. Dort weisen allein 650 Hausanschlüsse noch Bleileitungen auf. Die Nuwab hatte bereits erklärt, dass die Leitungen Schritt für Schritt ausgetauscht werden sollen.

Das Gesundheitsamt hat laut Kirsten Gurske bislang keine Zwangsmaßnahmen verhängt, denn ein ausdrückliches Verbot von Bleileitungen gebe es nicht.

Trinkwasserverordnung verbietet Bleirohre seit 2013

Seit Dezember 2013 dürfen Bleirohre nicht mehr als Trinkwasserleitungen verbaut werden. Das schreibt die erneuerte Trinkwasserverordnung vor. Gerade in alten Häusern kann das Wasser aus der Leitung einen erhöhten Bleigehalt aufweisen und dadurch die Gesundheit gefährden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn das Wasser längere Zeit in Bleirohren steht, beispielsweise über Nacht. Besonders empfindlich auf Blei reagieren Schwangere, Säuglinge und ältere Menschen.

Seit dem 1. Dezember 2013 liegt der Grenzwert für Blei im Trinkwasser bei 0,01 Milligramm pro Liter Wasser. Der Bleigrenzwert wurde über 15 Jahre schrittweise abgesenkt.

Von Margrit Hahn

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