Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming IFA-Gebäude wird Hostel
Lokales Teltow-Fläming IFA-Gebäude wird Hostel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:11 28.02.2017
Das Umfeld des früheren IFA-Gebäudes wird beräumt, hier sollen Parkplätze für künftige Hostel-Gäste entstehen, so Bauleiter und künftiger Betreiber.Uwe Heisig (l.). . Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Eine Ludwisfelder Immobilie, die verkehrsgünstiger kaum liegen kann, soll in den kommenden Wochen umgebaut werden: Berliner Unternehmer wollen aus dem Plattenbau der ehemaligen IFA-Kombinatsleitung an der Kreuzung Brandenburgische Straße/Straße der Jugend/Zum Industriepark ein Hostel machen. Busse nach Ludwigsfelde oder Teltow/Stahnsdorf/Kleinamchnow halten vor der Haustür, der Bahnhof Birkengrund mit Regionalbahnanschluss Richtung Berlin und Luckenwalde und Jüterbog ist keine 500 Meter entfernt.

Zu DDR-Zeiten agierte die Leitung des IFA-Kombinats von diesem Ludwigsfelder Gebäude aus; die drei Buchstaben standen für die volkseigene Industrievereinigung Fahrzeugbau, einen Zusammenschluss verschiedener Fahrzeugbau-Betriebe. Seit dem Mauerfall beherbergte der schmucklose Fünfgeschosser Büros und Lagerräume verschiedenster Firmen, Vereine und Interessengemeinschaften.

Gebäude steht seit einem Jahr leer

Seit fast einem Jahr sind nun alle Zimmer leer, 22 pro Etage. Die neuen Eigentümer mit den Geschäftsführern Markus Kühne und Frank Blaschke hatten das Haus von einer Treuhand-Nahfolgefirma gekauft. Sie wollen jedes Geschoss mit separaten Sanitärtrakten für Männer und Frauen ausstatten. Jetzt warten sie täglich auf Post vom Bauordnungsamt in Luckenwalde. Von dort muss die Genehmigung zum Umbau kommen.

Dass das künftige Hostel nicht in der ruhigsten Ecke der Stadt steht, das wissen die Bauherren. „Wir haben aber extra ein Lärmgutachten anfertigen lassen“, erklärt Uwe Heise. Der gelernte Malermeister ist im Moment noch Bauleiter, ab Sommer will er Hotelbetreiber sein. „Mal sehen, wie schnell alles geht und wann wir dann eröffnen können“, sagt der 55-Jährige. Den Anfragen nach hätten die Zimmer „schon jetzt drei mal komplett vermietet werden können“, sagt Heisig. Er stammt aus Beeskow, habe schon in der Immobilien- und Wohnungsbranche gearbeitet und sagt, er sei für diese neue Aufgabe inzwischen extra nach Ludwigsfelde gezogen.

2015 als Flüchtlingsheim im Gespräch

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle vor anderthalb Jahren hatte ein Ludwigsfelder Unternehmer das Haus zu einer Asylbewerber-Unterkunft machen wollen, auch andere Gewerbetreibende hatten immer wieder ein Auge auf dieses Haus geworfen. Doch der Kreis als Flüchtlingsverantwortlicher vor Ort hätte sowohl das Gebäude als auch das Gelände kaufen müssen, aus der Idee wurde wie berichtet nichts.

Der Ludwigsfelder Bürgermeister Andreas Igel (SPD) begrüßt , dass Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden. Den Umbau eines Gebäudes für solchen Zweck habe die Stadt sehr dringend nötig, sagte er gegenüber der MAZ. „Wir hatten ja schon öfters Anfragen zu diesem Gebäude, aber reines Wohnen ist dort zwischen Industrie und Gewerbe tatsächlich schwierig“, so Igel. Das Baurecht lasse das nur sehr eingeschränkt zu. „Deshalb werden wir als Verwaltung streng darauf achten, dass alle baurechtlichen Vorgaben eingehalten werden und dass dort kein Spannungsfeld entsteht“, so Igel.

Von Jutta Abromeit

Kathrin B. (35) hat den absoluten Horror erlebt und nur knapp überlebt. Ein Unbekannter würgte die Frau im September 2015 fast zu Tode. Nur weil ihr Hund dem Täter ins Bein biss, hat sie überlebt. Jetzt muss sich die Frau mit der Bürokratie herumschlagen. Ein Amt lehnte eine Opferentschädigung ab. Die Begründung macht sprachlos.

03.03.2017

In Rangsdorf gibt es eine neue Theatergruppe. Sie heißt „Scheunentheater“ und probt derzeit ihr erstes Stück – den „Kleinen Prinzen“ nach Motiven von Antoine de Saint Exupéry.

28.02.2017

Jüterbogs Kämmerer René Wolter kann 2017 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen, sieht aber große Probleme in den Folgejahren. Die Liquidität der Stadt sinkt drastisch, um die Eigenanteile der nötigen Investitionen zu stemmen. Das Defizit liegt bereits 2018 bei fünf Millionen Euro.

28.02.2017