Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming IHK-Chef Krüger fürchtet Folgen für Südbrandenburg
Lokales Teltow-Fläming IHK-Chef Krüger fürchtet Folgen für Südbrandenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:41 24.06.2016
Besonders betroffen: Der Turbinenbauer Rolls-Royce in Dahlewitz. Quelle: Christian Zielke
Anzeige
Dahmeland-Fläming

Die Industrie- und Handelskammern der Region haben mit Bedauern auf die Brexit-Entscheidung reagiert. „Es ist damit zu rechnen, dass der Austritt der Briten aus der EU sich auch für Südbrandenburger Unternehmen bemerkbar machen wird“, sagt der Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, Wolfgang Krüger. Immerhin liege Großbritannien auf Platz neun der Auslandsmärkte der Brandenburger Wirtschaft. Das Importvolumen beträgt derzeit etwa eine Milliarde Euro.

IHK Potsdam: Region stark betroffen

Jens Ullmann, Fachbereichsleiter Internationales bei der IHK Potsdam, sieht den Kreis Teltow-Fläming aufgrund der starken Präsenz des Triebwerkbauers Rolls-Royce besonders betroffen. Über Auswirkungen der Brexit-Entscheidung lasse sich noch nichts sagen, dazu sei die Nachricht zu frisch. Der Austritt der Briten aus der EU werde sich über mindestens zwei Jahre hinziehen. Klar ist laut Ullmann: Allein

Rolls-Royce: Unternehmen agiert weltweit

Bei Rolls-Royce betont man, dass das Unternehmen weltweit agiert und zwei Drittel des Konzernumsatzes und drei Viertel des Auftragsbestandes von außerhalb der Europäischen Union kommen. „Die Entscheidung des Vereinigten Königreichs wird also keine unmittelbaren Auswirkungen auf unser Tagesgeschäft haben“, sagte ein Sprecher. Die mittel- und langfristige Wirkung hänge von den Beziehungen ab, die zwischen dem Vereinigten Königreich, der EU und dem Rest der Welt in den kommenden Jahren festgelegt werden.

IHK Cottbus: Austritt schränkt Innovationsfreude ein

Der Cottbuser IHK-Chef Wolfgang Krüger geht davon aus, dass das langwierige Austritts-Verfahren die Investitionsfreudigkeit der Unternehmen einschränkt. Und die Ergebnisse könnten weitere Einschnitte für die hiesigen Märkte bedeuten. Bislang habe es in der Region gute Beziehungen zu Großbritannien mit einem stetigen Wachstum gegeben. „Es steht aus, ob diese Beziehungen in dieser Form aufrechterhalten werden können“, so Krüger. Möglich sei, dass der Ausstieg der Briten aus der EU einen erhöhten Bürokratieaufwand und andere Handelshemmnisse für Firmen mit sich bringt. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen hätten im seltensten Fall die Mittel, damit umzugehen.

Unsicherheit ist Gift

Das größte Gift für die Wirtschaft sei die Unsicherheit, sagt Jens Ullmann von der IHK Potsdam. „Niemand weiß, wie die EU und Großbritannien ihre Beziehungen neu definieren.“ Das führe unter anderem zu Kursstürzen an den Börsen, die auch auf die Stabilität der regional agierenden börsennotierten Un

Von Oliver Fischer

Die ersten 1000 Liter seines selbst gebrauten Bieres liefert Braumeister Maximilian Schwab ab heute in Großbeeren aus. Der helle Gerstensaft Pilsener Brauart ist ungefiltert, Schwab nennt ihn „Großbeerener Molle“. Eigentlich hatte auch diese erste Charge schon aus seiner Brauerei Stellwerk am Bahnhof kommen sollen.

24.06.2016

Die Polizei bittet um Hinweise auf den Aufenthaltsort des 72-jährigen Richard Bernd D. Der 72-Jährige hatte nach einem Streit am Mittwochvormittag die Familienwohnung in der Potsdamer Straße in Ludwigsfelde verlassen und ist nicht zurückgekehrt. Die Suche der Polizei blieb bisher erfolglos.

27.06.2016

Seit zehn Jahren befindet sich das Schloss Wiepersdorf in der Hand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die damit erstmals Träger eines Künstlerhauses wurde. Im MAZ-Interview spricht Direktorin Anne Frechen über die Bedeutung des Ortes für das Land Brandenburg, aber auch den Mangel an Fachpersonal zur Betreuung der Stipendiaten.

24.06.2016
Anzeige