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„Ich habe jetzt ein ganz mulmiges Gefühl“

Dahmer nach Banküberfall entsetzt „Ich habe jetzt ein ganz mulmiges Gefühl“

Die Bürger und Geschäftsleute in Dahme sind nach dem Überfall auf die Sparkasse am Dienstag entsetzt, vor allem viele Ladeninhaber fühlen sich in ihren Geschäften nicht sicher. Einige Bürger kritisieren mangelnde Polizeipräsenz in der Kleinstadt.

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Die Filiale der MBS in Dahme wurde überfallen.

Dahme. Die Filiale der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) in Dahme ist am Dienstagabend um 18.30 Uhr überfallen worden. Zwei maskierte Täter hatten sich nach ersten Erkenntnissen gewaltsam Zugang über ein Fenster verschafft. Sie bedrohten zwei Mitarbeiterinnen und einen Mitarbeiter der Filiale mit einer Maschinenpistole sowie einem Revolver und nötigten sie zur Herausgabe von Bargeld.

Wie Jana Birnbaum von der Pressestelle der Polizeidirektion West mitteilte, fesselten die Täter die Opfer und flüchteten mit ihrer Beute – einem hohen Geldbetrag. Eine Zeugin, die Geld am Automaten abheben wollte, hatte den Überfall bemerkt und die Polizei informiert. Die Bank war zu dem Zeitpunkt bereits für den Kundenverkehr geschlossen.

Obwohl die Fahndung umgehend eingeleitet wurde und dabei Fährtenhunde und Hubschrauber eingesetzt wurden, gelang den Räubern die Flucht. Die Opfer konnten sich unterdessen selbst befreien. Sie blieben unverletzt; eine Mitarbeiterin erlitt einen Schock.
Einwohner, Geschäftsleute und Kunden in Dahme sind entsetzt. „Wir haben alle Angst“, sagt Grieta Fege, die ein Geschäft in der Kleinstadt betreibt. „Die meisten von uns sind doch allein im Laden.“ Dorothea Hilscher ist auch am Tag nach der Tat verunsichert: „Ich habe jetzt ein ganz mulmiges Gefühl, wenn ich in meinem Geschäft stehe.“

Heike Thiel aus dem Ortsteil Gebersdorf hob am Mittwoch am Automaten im Vorraum der MBS in der Hauptstraße Geld ab. Vom Überfall hatte sie noch nichts gehört. Ihre Reaktion: „Mit einer Waffe möchte ich nicht bedroht werden. Ich hätte ganz schön die Hosen voll. Hoffentlich bleibt mir so ein Erlebnis erspart.“ Für Ruth Peisker ist der Bankraub eine „Sauerei und furchtbar. Gut, dass nicht noch Kunden verletzt wurden“.

„Ich traue mich gar nicht mehr in die Sparkasse“, sagte Michaela Duwe. „Für die Mitarbeiter muss der Überfall ganz schlimm gewesen sein.“ Sie ist von dem schweren Bankraub geschockt: „Ich habe bisher gedacht, in einer Kleinstadt wie Dahme passiert so etwas nicht.“ Für Gerd-Reiner Spieker ist es kein Zufall, dass sich die Täter die kleine Filiale in Dahme ausgesucht haben. „Hier gibt es keine Polizeipräsenz“, kritisierte er. „Also sind die Erfolgsaussichten der Täter hier am größten. So einen Überfall hätte es früher nicht gegeben. Da war in Dahme genügend Polizei unterwegs.“

Die beiden Männer wurden wie folgt beschrieben: Der eine ist 30 bis 40 Jahre alt, etwa 1,90 Meter groß und kräftig, hatte dunkle Kleidung, Trekkingschuhe, blaue Reisetasche. Der andere war 30 bis 35 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und schlank, er trug eine hellgraue Jogginghose, dunkle Oberbekleidung, schmutzige Sportschuhe und einen schwarzen Rucksack. Beide Täter haben der Polizei zufolge gebrochen deutsch mit einem osteuropäischen Akzent gesprochen. Sachdienliche Hinweise an die Polizeiinspektion Teltow-Fläming unter  0 33 71/60 00.

MBS-Pressesprecher Robert Heiduck wollte sich zu dem Überfall nicht äußern. Er sagte lediglich, dass die Filiale in Dahme am kommenden Montag wieder geöffnet sei.

Von Andreas Staindl

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