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„Ich liebe Ostern“

Landkost-Ei-Geschäftsführer Richard Geiselhart „Ich liebe Ostern“

Der Betrieb von Richard Geiselhart steht dieser Tage vor einer Herausforderung. Geiselhart ist Geschäftsführer der Landkost-Ei GmbH in Bestensee, einem der größten Eierproduzenten Deutschlands. Und Eier sind zu Ostern so gefragt wie nie. Im Interview erzählt Geiselhart, wie sein Unternehmen die Nachfrage befriedigt, und wer die vielen Eier färbt.

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Landkost-Ei-Geschäftsführer Richard Geiselhart.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Bestensee. Richard Geiselhart ist Geschäftsführer von Landkost-Ei in Bestensee, einem der größten Eierproduzenten Deutschlands. Mit der MAZ sprach er über die Herausforderungen des Ostergeschäfts.

Herr Geiselhart, mögen Sie Ostern?

Richard Geiselhart : Ich liebe Ostern!

Sprechen Sie jetzt als Privatmann oder als Geschäftsmann?

Geiselhart: Sowohl als auch. (lacht)

Es muss doch aber für Ihren Betrieb eine aufreibende Zeit sein. Die Leute wollen Eier – und Sie müssen liefern.

Geiselhart: Stimmt. In der Karwoche steigt die Nachfrage um etwa 50 Prozent.

Wie bringen Sie die Hühner dazu, mehr zu legen als sonst?

Geiselhart: Wir fahren unsere Produktion auf Maximum. Das heißt, wir haben vor Ostern alle unsere Ställe mit Hühnern belegt, außerdem streicheln wir die Hühner, wir unterstützen sie, so dass sie uns punktgenau zum Fest mit vielen Eiern beglücken.

Sie können also beeinflussen, wie viele Eier die Hühner legen?

Geiselhart: Vor allem können wir beeinflussen, wann das Huhn die Eier legt. Ganz wichtig ist aber auch die Zahl der Hühner. In einem Legebetrieb werden die Tiere regelmäßig ausgetauscht. Wie bekommen schon lange vor Ostern neue Hühner und geben nach Ostern die alten ab, so dass wir zur Hochsaison die Ställe richtig voll haben. Vor Weihnachten machen wir das genau so.

Vor Weihnachten?

Geiselhart: Das Geschäft in der Vorweihnachtszeit ist um ein Vielfaches größer als zu Ostern. Jetzt braucht der Markt in kurzer Zeit große Menge Eier, aber dann flacht die Nachfrage schnell ab. In der Weihnachtszeit hingegen wird dauerhaft viel verbraucht. Die Leute kochen, backen, konsumieren. Zu Ostern isst man zwei, drei Eier mehr, aber dann war es das bei den meisten auch.

Sie sagten, dass die Hennen ausgetauscht werden. Was passiert eigentlich mit den alten Legehennen?

Geiselhart: Wenn sie ihre Lebensleistung erbracht haben – das ist etwa nach eineinhalb Jahren der Fall –, kommen sie in die Schlachterei. Sie enden dann als Suppenhuhn, als Chicken McNuggets oder im Frikassee.

Kaufen Sie die neuen Hühner oder brüten Sie selbst?

Geiselhart: Wir kaufen Küken ein, ziehen die Tiere selber auf, bis sie etwa 18 Wochen alt sind. Dann fangen sie an zu legen.

Wie viele Eier legen die Hühner derzeit bei Ihnen?

Geiselhart: Wir versorgen vier Millionen Haushalte. Derzeit liefern wir ungefähr 40 Millionen Eier in einer Woche aus.

Die Verbraucher wollen in der Osterzeit auch gefärbte Eier kaufen. Wer ist denn für das Färben der Eier zuständig?

Geiselhart: Es gibt spezialisierte Unternehmen, so genannte Koch- und Färbebetriebe. Die schicken die Eier erst zehn Minuten lang durch ein Dampfbad, dort werden sie halbhart gekocht. Danach wird das Ei über eine Farbschiene gerollt, so dass der bekannte marmorierte Effekt entsteht. Anschließend werden sie in einem Kühlturm möglichst schnell heruntergekühlt. Zum Schluss werden sie noch verpackt, kommissioniert und an den Kunden verkauft. Was viele nicht wissen: gefärbte Eier gibt es ganzjährig.

Falls man es zu Ostern mit den Vorbereitungen zu gut gemeint hat: Wie lange hält sich ein gekochtes Ei?

Geiselhart: Gut gekühlt etwa vier bis sechs Wochen.

Wie wird Ihr persönlicher Eierkonsum über die Feiertage aussehen?

Geiselhart: Ich esse ohnehin jeden Tag mindestens ein Ei. Über die Osterfeiertage werde ich meinen Konsum aber bestimmt noch mal um fünf Eier steigern. (lacht) Viele glauben mir das nicht, aber ich esse wirklich sehr gerne Eier.


Von Oliver Fischer

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