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„Ich will Politik für die kleinen Leute machen“

Eveline Michalowski kandidiert in Ludwigsfelde als Bürgermeisterin „Ich will Politik für die kleinen Leute machen“

Die gebürtige Zossenerin Eveline Michalowski, die seit 37 Jahren in Ludwigsfelde lebt, will die neue Bürgermeisterin von Ludwigsfelde werden. Im September stehen die Wahlen für das Amt an. Die Sorgen der Altanschließer und das für sie strittige Komunalabgabegesetz sind zwei der Themen, mit denen sie sich befasst.

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Eveline Michalowski möchte am 20. September zur Bürgermeisterin gewählt werden.

Quelle: Gudrun Ott

Ludwigsfelde. Am 20. September wird in Ludwigsfelde ein neuer Bürgermeister gewählt. Zur Wahl will sich auch Eveline Michalowski stellen. Die 58-Jährige ist parteilos. Geboren ist sie in Zossen, in der Autobauerstadt lebt sie seit 37 Jahren. Hier zog sie ihre beiden Söhne groß. Die haben jetzt eigene Familien und sind außer Haus. Eveline Michalowski ist gelernte Schneiderin und hat während der DDR-Zeit in einem volkseigenen Dienstleistungsbetrieb in Berlin gearbeitet. Ihr Zuständigkeitsbereich waren der Zuschnitt und die Kundenbetreuung. Nach der Wende begann sie eine Umschulung zur Steuerfachgehilfin, brach diese aber aus persönlichen Gründen ab und arbeitete später als Schneiderin in einem ABM-Projekt in Kleinmachnow. Von einem Autounfall vor einigen Jahren erholte sie sich, weil sie nicht allein der Schulmedizin vertraute, sondern nach alternativen Wegen suchte, erzählt sie.

Nach Alternativen suchen, so will sie es auch im angestrebten Amt halten. „Ich will Politik für die kleinen Leute machen, denn ihre Sorgen sind meine Sorgen.“ Dagegen, dass die Kommune bei der Erneuerung von Straßen einen Großteil der anfallenden Kosten auf die Grundstückseigentümer überträgt, hat Eveline Michalowski schon Unterschriften gesammelt. Sie verweist dazu auf einen Entscheid des Oberverwaltungsgerichtes Sachsen, in dem es sinngemäß heiße: Es gibt keinen aus dem Rechtssystem der Bundesrepublik resultierenden Zwang, die Anlieger einer ausgebauten Straße an den Kosten zu beteiligen. Seitdem haben mehr als 60 Kommunen diese Beiträge abgeschafft. „Eine einheitliche Regelung wäre im Sinne der Gerechtigkeit, und Gerechtigkeit lautet die Grundaussage des Grundgesetzes“, sagt Eveline Michalowski. Das Kommunalabgabegesetz, in dem steht, dass für öffentliche Straßen und Wege Beiträge zu erheben sind, empfindet sie als ungerecht und illegal. Der Ermessensspielraum, wie viel von den Kosten auf Grundstücksbesitzer umgelegt wird, liegt allein bei den Kommunen und die haben leere Kassen. Die Unterschriftenliste hat die streitbare blonde Frau bei der Staatsanwaltschaft Potsdam eingereicht. Angeprangert hat sie auch die Beschlüsse des Wasserver- und Abwasserentsorgungs-Zweckverbandes Region Ludwigsfelde (Warl). Hintergrund sind die Altanschließergebühren, bei denen jene Hauseigentümer zahlen sollen, die schon zu DDR-Zeiten einen Wasseranschluss hatten.

Michalowski rechnet sich durchaus Chancen aus: Im vergangenen Jahr war in Bernau ein Bürgermeister, dem vorgeworfen wurde, sich im Streit um die Wassergebühren nicht genügend für die Belange der Bürger eingesetzt zu haben, abgewählt worden. „Die Angst ist der größte Feind des Menschen. Seien wir gemeinsam stark“, sagt Eveline Michalowski.

Von Gudrun Ott

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