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Idee der Stadtstiftung Baruth geht auf

Baruth/Mark Idee der Stadtstiftung Baruth geht auf

In diesem Jahr hat eine der jüngsten Stiftungen Brandenburgs das erste Mal die Möglichkeit, etliche Projekte zu unterstützen: die Stadtstiftung Baruth. Das sollte Vereinen oder Interessengruppen Mut machen, ebenfalls Anträge zu stellen für Vorhaben, die das Städtchen im Urstromtal hübscher und lebenswerter machen, findet Bürgermeister und Initiator Peter Ilk.

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In Baruth kann die kommunale Stiftung an vielen Ecken finanziell helfen. Ob das verfallende Schloss in der Ortsmitte mal dazugehört, ist zurzeit völlig offen.

Quelle: FOTO: Abromeit

Baruth. Zum ersten Mal können sich die Gründungsväter und -mütter einer der jüngsten Stiftungen Brandenburgs und der einzigen Stadt-Stiftung im Kreis Teltow-Fläming über größere Einnahmen freuen. Das Geld kommt nicht nur aus der Gewinnausschüttung stadteigener Eon-Edis-Aktien – deren exakter Betrag ist erst nach dem Jahreswechsel bekannt. Es gibt inzwischen auch Spenden von Wirtschaftsunternehmen im Gewerbegebiet Bernhardtsmüh  – eine große und mehrere kleinere, sagt Vorstandsvorsitzender und Baruths Bürgermeister Peter Ilk (parteilos). Mehr verrät er nicht, denn die Spender wollen nicht genannt werden. „Doch mit diesen Spenden gehen unsere Überlegungen auf und wir können bereits viele Projekte unterstützen“, sagt Ilk.

Zu diesen Unterstützungen gehören als größte Förderung 2017 die 3000 Euro für das Haus Hoher Golm im Ortsteil Ließen: Diese Einrichtung ermöglicht behinderten Kindern Freizeitaktivitäten. Außerdem gehen 2000 Euro ins Museumsdorf nach Glashütte oder das Projekt Winterzauber in der Vorweihnachtszeit wird wie bereits im vergangenen Jahr wieder unterstützt. „Außerdem liegt uns auch die Bildung sehr am Herzen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Er sagt, dass dieses Jahr sowohl die Grundschule Baruth für ihre Projektwoche zur mongolischen Partnerstadt Murun als auch die Freie Schule Baruth für ihr Schulfest mit Berufsbildungsmarkt – „Praktisch eine kleine Wirtschaftswoche“, so Ilk – mit je 1000 Euro gefördert wurden.

Dieses kleine Gebäude des ehemaligen Schlosses ist bereits saniert, in der dort eingerichteten Gaststätte wird inzwischen kräftig gefeiert

Dieses kleine Gebäude des ehemaligen Schlosses ist bereits saniert, in der dort eingerichteten Gaststätte wird inzwischen kräftig gefeiert.

Quelle: Jutta Abromeit

Und dann sind da die Feuerwehren, die mit jeweils 500 Euro unterstützt wurden: die Petkuser Wehr für ihren Tag der offenen Tür, die Dornswalder für ihr neues Gerätehaus oder auch die Klasdorfer Wehr. „Und es gehören zu den Förderungen auch solche Feste wie der zehnte Geburtstag des Fördervereins Horstmühle in Schöbendorf“, erzählt Ilk. Des weiteren habe die Förderung Rechnungen fürs Schlossparkfest oder für die Salsa-Nacht bezahlt. „Wir wollen mit dieser Vielfältigkeit vor allem auch anderen Initiatoren und Vereinen Mut machen, Vorschläge einzureichen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Wie berichtet hatten die Stadtverordneten die Gründung dieser Stiftung 2013 beschlossen. Damit wollen sie erreichen, dass Bürger, aber auch Vertreter von Wirtschaftsunternehmen, gesellschaftlichen Gruppen oder Vertreter aus der Politik mehr Mitverantwortung für die Gestaltung ihres Gemeinwesens übernehmen. Ilk sagt: „Die Stiftung soll diejenigen zusammen bringen, die aktiv als Stifter, Spender und ehrenamtlich engagierte Bürger Anstrengungen unternehmen, um das gemeinsame Agieren für unsere Stadt zu stärken.“

Der parteilose Bürgermeister Peter Ilk ist Initiator der Stadtstiftung Baruth/Mark

Der parteilose Bürgermeister Peter Ilk ist Initiator der Stadtstiftung Baruth/Mark.

Quelle: Jutta Abromeit

Ein weiterer Grund war diese Überlegung: Sogenannte freiwillige Aufgaben einer Kommune sind hauptsächlich vom Stadtetat abhängig. Wird das Geld knapp, werden sie zuerst gestrichen. „Dazu gehören oft Kunst, Kultur und Vereinsförderung“, sagt Ilk. Mit der Stiftung wolle man sich von dieser Abhängigkeit lösen und flexibler agieren können, so der Vorstandsvorsitzende. Er blickt der Jahresrechnung 2017 sehr optimistisch entgegen, auch wenn die Anstrengungen dafür sicher nicht kleiner werden.

Von Jutta Abromeit

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