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Teltow-Fläming Ideen fürs Mahlower Dorf gesucht
Lokales Teltow-Fläming Ideen fürs Mahlower Dorf gesucht
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00:17 20.02.2016
Regina Bomke (CDU), Ortsvorsteherin von Mahlow Quelle: Christian Zielke
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Mahlow

Wie eine gewaltige Kuppel erhebt sich die Landschaft hinter dem Mahlower Friedhof. Nur ein paar Schritte entfernt ragen meterhohe Klippen in die Höhe. „Es hat fast etwas Verwunschenes“, sagt Regina Bomke (CDU) über das Gebiet zwischen der mittlerweile begrünten einstigen Deponie und den Kiesgruben.

Für die Mahlower Ortsvorsteherin ist das alte Dorf ein Rohdiamant. Der soll nun geschliffen werden. Am Donnerstag findet dazu in Mahlow eine Versammlung statt, auf der Bürger Ideen einbringen sollen, wie die 132 Hektar große Fläche gestaltet werden soll. Regina Bomke möchte das Dorf zu einem Naherholungsgebiet entwickeln. „Ich stelle mir einen Ort vor, wo man spazieren gehen kann, ohne weit fahren zu müssen“, sagt sie. Gerade in Mahlow, das unter dem Lärm von Flugzeugen, Straßen- und Bahnverkehr leidet, bräuchten die Menschen Möglichkeiten zur Entspannung in der Natur.

„Das Dorf bietet sich förmlich an“, sagt sie. Seit der Verkehr der L76 nicht mehr durch die Dorfstraße führt, sind Autos selten geworden. Immer mehr Hausbauer entdecken den provisorischen Charme des Dorfangers. Auch das Musikerviertel wächst nach Jahren des Stillstands wieder.

Schon vor Jahren hat die Gemeinde den Teich an der Mahlower Straße sanieren lassen. Der Zeltplatz zieht Besucher aus ganz Deutschland und von noch weiter her an. Mit dem Seebad und dem dortigen Café gibt es ein etabliertes Ausflugslokal, auf dem Gelände des ehemaligen Dorfkrugs will ein Investor Wohnungen, Hotel und einen Biergarten bauen. Wenn die Gemeinde die Regenentwässerung der Dorfstraße erneuert hat, könnten auch die Biotope dort wieder mit Wasser gefüllt werden.

Hintergrund

Um einen Rahmenplan für Mahlow-Dorf zu entwickeln, sollen folgende Schwerpunkte betrachtet werden:

Neugestaltung der Verkehrsflächen rund um den Dorfanger.

Erschließung der ehemaligen Deponie und Schaffung von Wegen zum Musikerviertel.

Ideen für die Grünflächen westlich des Musikerviertels.

Sicherung und Entwicklung schützenswerter Landschaften und Biotope.

Ausbau von Wegen für Anwohner und Erholungssuchende zur Vernetzung aller Einrichtungen und Landschaften, die der Erholung dienen.

Höhepunkt könnte die ehemalige Deponie werden, die sich nach der Sanierung in einen künstlichen Hügel verwandelt hat, der bisher zwei mal im Jahr gemäht wird. Ende kommenden Jahres läuft die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit aus. „Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um dort Ideen zu entwickeln“, sagt Regina Bomke. Ein Rodelberg könnte dort entstehen, auch ein Aussichtsturm war schon im Gespräch, von dem aus man im Norden nach Berlin, nach Süden in die weite Landschaft oder gen Westen in die untergehende Sonne blicken kann.

Seit 2010 liegt der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow ein Projektvorschlag vor. Ein Planungsbüro hat eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Flächen erarbeitet, die am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. In einem Rahmenplan sollen Wegebeziehungen entwickelt und bestehende Naturräume und Biotope gesichert werden. Man habe bewusst darauf verzichtet, allzu strenge Vorgaben zu machen. Die Ideen sollen von den Bürgern kommen, die das Gelände eines Tages nutzen sollen. Regina Bomke hofft auf eine rege Beteiligung. „Es geht um die große Idee, einen Raum zu schaffen, in dem Mensch und Natur gut zusammen passen“, sagt sie.

Info: Die Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag von 18.30 bis 20 Uhr im Multifunktionsgebäude des Mahlower Sportplatzes, Mahlower Straße 59, statt.

Von Christian Zielke

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