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Ifa-Gebäude: Investor klagt gegen Stadt

Ludwigsfelde Ifa-Gebäude: Investor klagt gegen Stadt

Die Auseinandersetzung zwischen der Stadt Ludwigsfelde und dem Eigentümer des früheren Ifa-Kombinatsgebäudes im Industriegebiet wird nun vor Gericht ausgetragen. Der Investor hat Klage gegen die Stadt eingereicht, die mit einem Bebauungsplan und einer Veränderungssperre gegen dessen Bordell-Pläne vorgegangen war.

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Das ehemalige Ifa-Kombinatsgebäude im Industriegebiet Ludwigsfelde.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Der Streit um die künftige Nutzung des einstigen Ifa-Kombinatsgebäudes in Ludwigsfelde wird jetzt vor Gericht ausgetragen. Der Investor, die City Best II Vermögensverwaltungs GmbH, hat vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eine Normenkontroll-Klage gegen die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gelände sowie die damit verbundene Veränderungssperre eingereicht.

Neuer Nutzungsvorschlag: Monteurswohnheim

Gleichzeitig sei der Stadtverwaltung ein neuer Vorschlag für die Nutzung vorgelegt worden, so City-Best-Geschäftsführer Frank Blaschke. Dieser beinhalte die Verlegung des Eingangs und der Zufahrt auf die Südseite sowie eine Abschottung des Gebäudes zur Nordseite und zu dem Lieferverkehr für das Mercedes-Werk durch eine Lärmschutzwand. Das noch vorhandene Baugrundstück solle für eine Kantine zur Verfügung gestellt werden. Damit sei das Industriegebiet nicht mehr tangiert. Im Gebäude selbst sei nur ein Wohnheim für Monteure und Zeitarbeiter im Industriegebiet vorgesehen, die Idee für ein Hotel oder ein Bordell sei aufgegeben worden, so Blaschke. Auch dieser Vorschlag sei von der Stadt abgelehnt worden. Deswegen werde man nun für alle sechs bisher angefragten Nutzungen klagen.

Stadt lehnt Beherbergungsbetrieb weiter ab

Laut Ludwigsfeldes Bürgermeister Andreas Igel (SPD) liegen die Bauanträge noch beim Bauamt des Kreises, die Verfahren seien nicht abgeschlossen. Die Stadt bleibe aber dabei, dass sie jede Form von Wohnen und Beherbergung im Industriegebiet ausschließt. Das sei allgemeines Baurecht. Zudem habe die City Best das Gebäude erworben, ohne bei der Stadt zu klären, wofür es genutzt werden könne. Nun versuche die Firma, ihre Vorstellungen im Nachhinein durchzudrücken.

Von Carsten Schäfer

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